Der Momotaro ist ein Gin mit japanischen Botanicals, vollem Pfirsich Fokus und einer bewegenden Story.

Doch lassen wir das schicke Design und die Geschichte beiseite, wie schmeckt der in Deutschland hergestellte Pfirsich-Gin mit asiatischem Touch?

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Tasting & Nosing

In der Nase breiten sich recht rasch intensive fruchtige und frische Aromen aus. Allen voran Zitrone, Pfirsich, Koriander und Blüten.

Wenig würzig, mild und insgesamt, nicht zuletzt dem Pfirsich geschuldet, enorm fruchtig im ersten Eindruck.

Auf der Zunge ist der Pfirsich ebenfalls sofort präsent. Begleitet von Zitrusnoten hinterlässt er einen fruchtigen, von Blüten und einer leichten Bitterkeit der Teeblätter verursachten, Abgang.

Der Wacholder spielt hierbei weder in der Nase noch auf der Zunge eine wesentliche Rolle. Schade, aber das haben wir erwartet. Hier sollten eben andere Akzente gesetzt werden.

Nase: fruchtig-frisch & floral – Zitrone, Pfirsich, Kirschblüten, Koriander

Zunge: fruchtig-mild – Pfirsich, Zitrone, Blüten, bittere Teenoten, Angelika, Wacholder (akzentuiert)

passende Tonic Water & Cocktails

Wir haben für einen Momotaro Gin Tonic, folgende 3 Tonic Water probiert:

Mit dem vom Charakter bitteren Thomas Henry lassen sich die ebenfalls bitteren Aromen der Teeblätter optimal unterstreichen. Auch der Zitrustouch des Fillers harmonierte mit dem Momotaro Gin.

Das mediterrane Fever Tree entlockte dem Gin noch einige weitere Aromen. Insgesamt fruchtig-mild und weich auf Zunge und Gaumen.

Mit dem trockenen Dr. Polidori hatten wir wie vermutet einen enorm fruchtigen Drink im Glas. Hier kamen Pfirsich, Yuzu und die Kirschblüten besonders gut zum tragen.

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Cocktail-Empfehlung

Unsere Empfehlung ist der Last Word Cocktail. Als kleines Wortspiel darf man sich hier, an den japanischen Namen angelehnt, auch den Last Sword Cocktail schmecken lassen.

MOMOTARŌ LAST !SWORD!

  • 3 cl MOMOTARŌ Gin
  • 2 cl Chartreuse
  • 2 cl Maraschino
  • 2 cl Zitronensaft
  • 2 cl Kirschnektar
  • ein Barlöffel Eiweiß

Alle Zutaten  werden ohne Eis in einen Shaker gegeben und anschließend kräftig geschüttelt.

Nach kurzer Zeit wird etwas Eis in den Shaker gegeben und erneut kräftig geshaked. Zu guter Letzt in eine gekühlte Cocktailschale  abseihen und genießen!

MOMOTARŌ Gimlet

Momotaro Gin mit Gimlet Cocktail

Sehr passend aufgrund seiner fruchtigen Noten und dem Zitruscharakter, der Gimlet.

Für diesen Drink werden alle Zutaten kurz und intensiv auf Eis geshaked und in ein vorgekühltes Martiniglas oder einen Tumbler abgeseiht.


Generell passt der Momotaro zu fruchtigen und eher leichten Gin Cocktails. Ein Pegu Club, Bees Knees, Gin Fizz oder Singapore Sling sind hier passende Beispiele.


Geschichte & Herstellung

Woher kommt der Name Momotaro? Nun ja, es lässt sich sicher nicht von der Hand weisen, dass man zuerst an den asiatischen Raum denkt. Da liegt man auch goldrichtig. Momotaro ist nämlich die japanische Sage eines mutigen und jungen Mannes, der die Welt mithilfe seiner tierischen Gefährten vor dem Bösen zu schützen versucht. Aber was hat das mit dem Wort Momotaro zu tun?

Momotaro bedeutet übersetzt so viel wie „der Pfirsichjunge“. Er ist das Wunder eines kinderlosen Paares. Als die beiden eines Tages an einem Fluss standen, schwamm darin ein Pfirsich. Die beiden zögerten nicht und fischten diesen heraus. Just in dem Moment, als beiden Pfirsich teilen wollten, entsprang aus ihm ihr Wunschkind.

Wer denkt, wir haben hier einen japanischen Gin im Glas, der irrt sich. Der Name und auch ein Teil der verwendeten Botanicals sind typisch japanisch, aber der Gin selbst wird in Deutschland hergestellt, genauer gesagt in der Destille Kaltenthaler im rheinland-pfälzischen Westhofen.

In der familiengeführten Destille ist Felix Georg Kaltenthaler, ein Destillateur in dritter Generation, am Werke.

Der Momotaro Gin wird im sogenannten New Western Stil gebrannt, ebenso wie die alkoholfreie Variante Momotaro Ginzero. Die Mazeration im Neutralalkohol erfolgt hier in einer besonders langsamen und schonenden Variante.

Die Botanicals werden dabei einzeln eingeweicht.

Die anschließende Destillation erfolgt in einer Kupferbrennblase. Die Verwendung von Zucker zum Süßen ist ungewiss.

Das bewusste Weglassen der Bezeichnung „Dry“ im Namen könnte ein Hinweis darauf sein, Genaueres ist uns aber nicht bekannt.

Abgefüllt wird letztendlich mit einer Trinkstärke von 42 Volumenprozent.

Momotaro Ginzero

Bei der Herstellung der alkoholfreien Variante, dem Momotaro Ginzero, kann man davon ausgehen, dass einige Modifikationen vorgenommen worden sind. Welche das sind, das bleibt natürlich Betriebsgeheimnis.

Die einzige Information, die man finden kann, ist, dass sie ein innovatives Verfahren anwenden, um den Botanicals mittels Wasserdampf die Aromen zu entlocken.

Auch hier sei der Hinweis erlaubt, dass trotz der Bezeichnung alkoholfrei ein Restalkoholwert von maximal 0,5 % Vol. enthalten sein kann.

Botanicals

  • Momo-Pfirsich
  • Yuzu-Zitrone
  • Sakura-Kirschblüten
  • Sencha-Tee
  • Wacholder
  • Angelikawurzel
  • Veilchenwurzel
  • Koriander

Fazit

Wenn Pfirsiche auf Gin treffen und das Endprodukt in ein asiatisches Licht gerückt wird, dann ist das Ergebnis der Momotaro.

Zugegeben ein moderner Gin mit wenig Wacholder, jedoch beeindruckend fruchtigen Aromen und einer fokussierten Pfirsichnote. Wer den Gin Rouge von Wajos schätzt, der wird mit diesem Tropfen definitiv seine Freude haben.

Mild, fruchtig-bitter und mit einer angenehmen, begleitenden Zitrusnote versehen.

Passend für Gin-Freunde mit der Vorliebe für tiefgründig fruchtige und weiche, milde Gins.

Weniger geeignet für Puristen und Liebhaber kräftig-würziger und typisch wacholderlastiger Tropfen.

Letzte Aktualisierung am 20.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Erhältlich ist der japanisch angehauchte Momotaro u.a. auf Wacholder Express & Amazon.


Titel- und Cocktailbild: Momotaro Gin / Destille Kaltenthaler

 

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Bei diesem Produkttest handelt es sich um Probierflaschen, die uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt wurden.

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