Bee’s Knees – ein alter, einfacher Cocktail der aus der Not heraus entstand. Zu deutsch “Bienen Knie” bringt dieser gelb-orange Drink ein süß-saures und frisches Flair in die Cocktailschale.

Geschichte des Bee’s Knees

Um die Herkunft und die Entstehung dieses simplen aber leckeren Cocktails zu verstehen, muss man ein wenig in die tiefen der amerikanischen Geschichte eintauchen. Von 1920 bis 1933 herrschte in den USA die Prohibition.

Die Prohibition war das Verbot der Herstellung, Lagerung und des Verkaufs von Alkohol.

Als Folge darauf haben sich die meisten Amerikaner ihren Schnaps, darunter auch Gin, ins Land geschmuggelt oder gleich selber hergestellt. Das dieser natürlich nicht gerade die beste Qualität hatte, kann man sich sicher denken.

Was also tun? Man kippt Unmengen süßen Honig und Bitterstoffe hinzu, um den Selbstgebrannten ein wenig erträglicher zu machen. So entstand der berühmte Bathtub Gin (“Badewannen Gin“), damals nicht besonders lecker, aber zweckdienlich.

1930 soll der Bee’s Knees das erste Mal erwähnt worden sein und zwar in Bill Boothbys Buch “World Drinks and how to mix them“. Wer ihn jedoch letztendlich erfunden hat, darüber herrscht bis heute keine eindeutige Gewissheit. Zur Wahl stehen Bill Boothby selber und Frank Meier aus dem Ritz in Paris.

Das Rezept

Das Rezept dieses Cocktails ist so simpel wie genial. Es besteht aus nur 3 Zutaten.

  • 6 cl Dry Gin
  • 2 cl frischer Zitronensaft
  • 1,5 cl Runny Honey

Alle Zutaten in einen mit Eis aufgefüllten Shaker geben und diesen kräftig schütteln. Anschließend alles in eine Cocktailschale abseihen und mit einer Zitronenzeste garnieren.

Honig ist nicht gleich Honig

Runny Honey, was ist das denn nun schon wieder? Runny Honey ist ein Gemisch aus einem Teil Honig und einem Teil Wasser. Dadurch entsteht so etwas wie eine Art Honigsirup.

Auf einer niedrigen Stufe auf dem Herd gerührt und abgekühlt ist dieser “Sirup” gute 2-3 Wochen haltbar. Wenn du aber jetzt gerade einfach nur Lust auf diesen Cocktail hast, dann nimm einfach ganz normalen Honig.

Honig Sirup für den Bee's Knees Cocktail

Das flüssige Honig-Wassergemisch eignet sich bestens zum mixen

Wichtig ist aber auch die Wahl des Honigs, denn damit bestimmt ihr am Ende das Ergebnis. Wir empfehlen einen tief dunklen Waldhonig, welcher Noten von Fichte und Malz mitbringt

Der richtige Gin

Durch seine Einfachheit ist dieser Cocktail extrem wandlungsfähig. Wir empfehlen einen Gin mit ausgeprägter, jedoch nicht zu dominanter Wacholdernote. Probiert haben wir zwei Vertreter. Zum einen kam der Boar Gin zum Einsatz und zum anderen der Niemand Dry Gin.

Der Boar Gin funktioniert deshalb so gut, da er von Hause aus ein feines Waldaroma mitbringt. Beim Niemand Dry Gin macht die Kombination aus Sandelholz, Rosmarin und Lavendel den Cocktail perfekt.

Auch ein Tanqueray funktioniert durch seine fruchtigen und zitruslastigen Noten gut in diesem klassischen Drink. Hier darf man das Verhältnis von Zitronensaft gern etwas reduzieren.

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Als I-Tüpfelchen noch eine Zitronenzeste ans Glas und fertig ist der Bee’s Knees. Wer will, kann die Zitronenzeste auch noch in Honig einlegen, um den süßen Charakter dieses Cocktails noch einmal aufzugreifen.