Der „The Last Word“ Cocktail ist ein Klassiker, der sich heutzutage moderner denn je anfühlt. Dieser Drink ist nur für Genießer die gern das letzte Wort haben, geeignet.

Dieser fast 100 Jahre alte Drink ist im Original recht simpel gemixt und kommt mit gerade einmal 4 Zutaten aus.

Die Entstehung des Last Word Cocktails

Für eine lange Zeit in der Versenkung der hiesigen Bar- und Clubszene verschwunden, taucht dieser harte Drink nun wieder aus dem Nichts auf und begeistert prompt.

Entstanden ist er wohl zur Zeit der Prohibition um 1920 in der Detroiter Athletic Club Bar.

Mehr zur Prohibition und Historie des Gins, gibt es in unserem Beitrag: Die Geschichte des Gins – Chronologie einer Spirituose

Erfinder war angeblich Frank Fogarty, ein Schauspieler aus New York. Allerdings ist es geschichtlich umstritten, dass Frank tatsächlich in diesem Club beim mixen von Drinks mitwirkte.

2005 suchte Murray Stenson, Bartender des Zig Zag Café in Seattle, etwas besonderes in Ted Saucier’s Bottoms Up, ein Cocktail Buch von 1951.

Das Rezept des Last Word erregte dabei scheinbar so sehr seine Aufmerksamkeit, dass er diesem süßen und messerscharfen Vertreter wieder zurück unter die zelebrierten Drinks verhalf.

Diese Wiederbelebung verbreitete sich rasch und sogar bis in den New Yorker Pegu Club, wo er ebenso wieder den Weg in die Karte fand.

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht wissen wie viele geniale klassische Gin Cocktails in Vergessenheit geraten sind und ihr Dasein bis heute in alten staubigen Barkeeper-Guides fristen…

Das Rezept

Last Word Cocktail auf Holzuntergrund

Um diesen würzig-herben und kräftigen Drink zuzubereiten, werden alle Zutaten in einen Shaker gegeben und hart auf Eis geschüttelt.

Anschliessend wird der Last Word in ein vorgekühltes Martini Glas oder eine Cocktailschale  abgeseiht. (nach dem Essential Bartender’s Guide von Robert Hess)

Man muss natürlich erwähnen das dieser Drink, ähnlich dem Negroni ein wirklich starker Cocktail ist, der dem ungeübten Genießer durchaus die Schuhe ausziehen kann.

Der erste Eindruck im Geruch erinnert an Medizin, dies kommt von den fast 50 Kräutern im Chartreuse.

Nach ein, zwei optimistischen Schlückchen, kommen selbstverständlich Gin und Maraschino hindurch und runden diesen Klassiker mit einer leicht süßen und fruchtigen Note ab.

Welcher Gin passt zum Last Word?

Einmal mehr fällt die Wahl hier auf den Tanqueray Gin, da die anderen Zutaten sehr schwer im Geschmacksprofil wiegen, braucht es hier einen Vertreter mit einer gewissen Prozentzahl und Grundstruktur.

Ebenso kann sich ein BOAR, Brooklyn, Fieldfare oder Unit 43 durchaus gegen den grünen Chartreuse und Maraschinolikör beweisen.

Auch Durchsetzungsstark und vorstellbar im Last Word ist der würzig-kräftige Z44, der Gretchen Gin oder ein von Hallers Forest.

Zu milde, florale und fruchtige Gins würden wir hier nicht verwenden, denn zarte Aromen exotischer Botanicals würden völlig in diesem Cocktail untergehen.

Letzte Aktualisierung am 5.12.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


Titelbild: by Taylor Friehl on Unsplash

Cocktailfoto: by Nikita Tikhomirov on Unsplash

 

zuletzt aktualisiert am 10.03.2022