Beerige Gins gibt es so einige, viele dieser Tropfen sind mehr oder weniger süß und fruchtig-beerig. Doch Beeren und Pfeffer ergeben zusammen mit Wacholder und Orangenblüten doch ein etwas anderes Geschmackserlebnis.

Wie sich die Nummer 3 der Hausberg Gins im Test um Geruch, Geschmack und Trinkbarkeit macht, klären die folgenden Zeilen unseres Reviews.

Wie riecht der Hausberg Gin No. 3?

Von anderen beerigen Gins, wie zum Beispiel dem Bombay Bramble oder dem Tanqueray Blackcurrant sind wir ja schon Feuerwerk an Beeren und fruchtigen Aromen gewöhnt. Entsprechend haben wir dies auch beim Hausberg Gin No. 3 erwartet. Unsere Erwartungen wurden jedoch auf ganz andere Weise erfüllt.

Gibt man einen Schluck in einen Tumbler, dann bekommt man schon eine ordentliche Note Himbeeren. Die Aromen sind jedoch wohl dosiert und bei weitem nicht zu aufdringlich. Die enthaltenen Orangenblüten geben dem süßen Himbeeraroma noch eine schöne florale Note mit.

Recht weit im Hintergrund lässt sich dann auch der Wacholder zusammen mit dem Pfeffer blicken und bringt eine leichte Würze mit.

Wie schmeckt der Hausberg Gin No. 3?

Auch am Gaumen dominieren die Himbeeraromen, wenngleich sie etwas milder sind und den floralen Anklängen etwas mehr Raum zum Entfalten geben. Beim ersten Schluck kommen der Pfeffer und der Wacholder wieder eher im Hintergrund.

Der Abgang wiederum ist eher ein kleines Duell aus fruchtig-floralen Noten der Himbeeren und Orangen und auf der anderen Seite der würzigen Aromen von Wacholder und Pfeffer, wobei der Abgang doch leicht vom Pfeffer dominiert wird und schön langanhaltend ist.

Nase: fruchtig-würzig – Himbeeren, Zitrusnoten, Blüten, Wacholder

Zunge: beerig-komplex & würzig – Himbeeren, Pfeffer, Wacholder, Koriander, Zitrusnoten, Blüten

Passende Tonic Water & Cocktails

Im Gin-Tonic probiert haben wir den Hausberg No. 3 mit folgenden 3 Tonic Watern:

Mit dem mediterranem Fever Tree kitzeln wir die versteckten und doch eher hintergründigen Kräuternoten aus dem Hausberg Gin No. 3 heraus. Durch die leichten Bitternoten des Tonic Waters geben dem Ganzen den letzten Schliff.

Das Doctor Polidori Dry Tonic als Vertreter der klassischen Tonic Water spielt mit den fruchtig-floralen Noten den Gins und unterstreicht diese. Die Pfeffernoten werden hier etwas abgemildert, sind jedoch weiterhin ausreichend präsent im Abgang.

Als kleinen Exoten haben wir uns noch das Schweppes Heritage Tonic Water genommen, welches von Hause aus schon mit einer kräftigen Pfeffernote kommt. Mit diesem Tonic Water hat man eine mächtige Kräuterbombe im Glas. Die Pfeffernoten und würzigen Aromen des Wacholders werden hier nochmal deutlich hervorgehoben. Die fruchtig-floralen Anklänge des Hausberg Gin No. 3 bleiben eher weit im Hintergrund.

Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


Aufgrund des beerigen Charakters eignet sich der Hausberg No. 3 ideal zum Mixen eines Bramble Cocktails, aber auch ein Pegu Club, Singapore Sling und Gimlet können von den komplexen fruchtigen und würzigen Noten profitieren.

Auch im Gin Buck, der mit der Kombination von Zitronensaft, Gin und Ginger-Ale entsteht, kann man den No. 3 probieren.


Herstellung & Story

Der Hausberg Gin No.3 baut letztendlich auf der No. 1 und der No. 2 (welche hier sicher auch noch verköstigt werden) auf. Die Geschichte fing auf einem Seminar über die Kunst des Destillierens, geleitet von Klaus Wurm, teil. Jener Klaus Wurm überzeugte die Gründer der Hausberg Spirituosen Manufaktur ihren eigenen Gin zu kreieren. Klaus Wurm sollte dabei eine tragende Rolle spielen, denn dieser ist auch heute noch für die Herstellung in der Märkischen Spezialitätenbrennerei zuständig.

Nach etlichen Proben stand fest, es gab zu viele Favoriten, also wurde kurzerhand beschlossen, es gibt einfach mehrere Gins. Neben dem klassisch würzigen Hausberg Gin No.1 und dem fruchtigen, von Sanddorn dominierten, Hausberg Gin No.2 entstand der Hausberg Gin No. 3 als eine bewusst gewagte Kombination aus floral-fruchtigen Noten und würzig-scharfen Aromen.

Seit 2020 ist die Nummer 3 im Bunde ein fester Bestandteil der Produktpalette des Unternehmens. Die Herstellung ist dabei bei allen Gins im Grunde genommen gleich. So wird, auch beeinflusst durch Klaus Wurm, immer nur in kleinen Chargen destilliert.

Der Zeitpunkt der Destillation ist dabei abhängig von der Erntezeit der jeweiligen Botanicals. Dadurch wird sichergestellt, dass die Inhaltsstoffe eine besondere Reife aufweisen und das volle Aromenprofil ausgeschöpft werden kann. Eine gleichbleibend hohe Qualität ist damit gewährleistet.

Zu den enthaltenen Botanicals konnten wir nicht allzu viele Informationen finden. Sicher sind Himbeere, roter Pfeffer, Wacholder und Orangenblüten. Dazu gesellen sich noch weitere Inhaltsstoffe, die aber bewusst Betriebsgeheimnis bleiben sollen.

Fazit

Am Ende haben wir mit der Nummer 3 im Hausbergsortiment einen insgesamt etwas leichteren, jedoch nicht weniger komplexen würzig-fruchtigen Gin im Glas.

Ein moderater Wacholder, beerige Noten und die harmonierende Kombination aus pfeffrigen und blumigen Aromen.

Gefallen hat uns tatsächlich die Vielschichtigkeit des Hausberg No. 3. Denn die meisten „Beerengins“ sind entweder nur fruchtig oder wie der Brockmans als Beispiel recht süß.

Geeignet für Fans von beerigen Gins und ideal für fruchtig-beerige Cocktails. Wer überwiegend auf „Klassik pur“ steht, für den ist eher der Hausberg Nummer 4 eine Überlegung, respektive Kostprobe wert.

 

Erhältlich ist der Hausberg No.3 bei Wacholder Express und im Hausberg Online-Shop.


Titelbild: Hausberg Gin

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Bei diesem Produkttest handelt es sich um Probeflaschen, die uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt wurden.

Die Bewertung der Produkte erfolgt objektiv und nach eigenem Ermessen – die Produktproben haben keine Auswirkung auf unsere persönliche Bewertung und Meinung!