Mit dem Inverroche Classic haben wir einen Gin aus Südafrika im Glas, der mit lokalen Fynbosaromen verfeinert wurde und aufwendig produziert wird.

Ob man geschmacklich einen Bezug zur Gegend herstellen kann und wie der Classic generell in Nase und Gaumen ankommt, klären wir in den folgenden Zeilen.

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Letzte Aktualisierung am 21.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Tasting & Nosing

Der Inverroche classic ist in der Nase zunächst eines: geprägt von harzigen und nadeligen Wacholdernoten. Untermauert werden diese von fruchtigen und zitruslastigen Aromen.

Diese geben sich im Wechselspiel mit würzigen, aber auch blumigen Anklängen.

Pur verkostet dringt zunächst der Wacholder zusammen mit Zitrusnoten durch. Ergänzt durch bereits in der Nase vernommene blumige und würzige Anklänge. Allen voran Koriander, Kardamom, aber auch warme Zimtrinde und etwas leicht pfeffriges.

Insgesamt ein sehr komplexes Konstrukt mit harzigem Wacholder, warmen und erdigen Tönen und einem blumig-fruchtigen und würzigen Finish.

Nase: klassisch-blumig – Wacholder, Zitrone, Koriander, Rosenblüten

Zunge:  klassisch-fruchtig & floral – Wacholder, Zitrusnoten, Koriander, Kardamom, Angelikawurzel, Zimtrinde

passende Tonic Water & Cocktails

Für den Südafrikaner haben wir uns 3 verschiedene Tonic Water herausgepickt:

Der Gin Tonic mit dem Fever Tree als Partner wird neben klassisch auch durchaus komplex. Der relativ zurückhaltende Filler unterstützt sowohl den Wacholder, als auch Zitrusnoten und feinere florale sowie würzige Anklänge.

Das für Gins dieser Art prädestinierte Barker & Quin Tonic ließ sowohl den kräftigeren, als auch floralen und fruchtigen Noten Raum. Etwas süßer als mit dem Fever Tree, aber auch durchaus passend.

Mit dem deutschen Aqua Monaco werden Wacholder und Zitrusnoten in den Vordergrund gestellt. Der zurückhaltende und angenehm bittere Filler harmonierte durchaus mit dem Inverroche.

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Inverroche Martini

Martini mit Oliven auf einer Theke in einer Bar

Für einen Inverroche Martini werden Gin und Wermut in ein mit Eis gefülltes Rührglas gegeben und auf Eis gerührt.

Den Martini anschließend in eine Cocktailschale abseihen und mit einer Olive sowie Zitronenzeste garnieren.


Neben dem Martini passt dieser Dry Gin auch zu einigen anderen klassischen Gin Cocktails.

Sowohl im Negroni, einem Gin Buck oder Gin Fizz kann man durchaus Freude mit dem Inverroche haben.

In fruchtig-frischen Drinks wie einem Pegu Club, Clover Club, Gimlet oder Bloodhound steuert er Zitrusnoten und blumig-würzige Aromen bei souveränem Wacholder bei.


Story & Herstellung zum Inverroche Classic

Zunächst vielleicht ein kleiner Exkurs zum Thema Fynbos und was es damit als Botanical überhaupt auf sich hat.

Fynbos ist ein Oberbegriff für in Südafrika wachsende Pflanzen, Sträucher und Kräuter, die dem dortigen Klima äußerst robust trotzen. Diese Pflanzen besitzen komplexe und mannigfaltige Aromen, die sich von würzig über kräuterig bis hin zu blumig-floral erstrecken.

Wie auch bereits in unserem Inverroche Verdant Bericht ausführlich beschrieben, ist Inverroche ein Familienunternehmen, gegründet 2011 von Lorna Scott.

Im Namen Inverroche verstecken sich dabei 2 Bedeutungen, die Silbe Inver leitet sich aus dem Schottischen „Zusammenschluss“ ab und bezieht sich auf die Herkunft aus Schottland und die gleichzeitigen Einflüsse Südafrikas. Roch, hingegen ist französisch für Stein oder Fels in Anlehnung auf den steinigen Untergrund am Cape Fynbos.

15 Botanicals sind es insgesamt, die in einer eigens gefertigten Kupferdestille im südafrikanischen Stilbaai verarbeitet werden.

Zu den Hauptbotanicals gehören:

  • Wacholderbeeren: Wacholder bildet die Grundlage für das Aroma und den Geschmack des Inverroche Classic Gin.
  • Fynbos: Fynbos ist eine heimische Pflanzenart, die in der Region der Garden Route in Südafrika vorkommt. Diese einheimische Pflanzenwelt ist bekannt für ihre einzigartige Vielfalt und beinhaltet verschiedene Pflanzenarten, die in den Gin einfließen.
  • Rooibos: Rooibos ist ein beliebter südafrikanischer Kräutertee, der dem Gin eine leichte Süße und ein mildes, erdiges Aroma verleiht.
  • Wilde Beeren: Die Verwendung von wilden Beeren, die in der Region gedeihen, trägt zu den fruchtigen Noten im Inverroche Classic Gin bei.
  • Koriander: Koriandersamen sind ein klassisches Botanical in vielen Gins und sorgen für würzige und zitrusartige Aromen.
  • Zitronenschalen: Die Schalen von Zitronen oder anderen Zitrusfrüchten fügen dem Gin helle und erfrischende Zitrusnoten hinzu.

Bei der Gin Herstellung werden einige Zutaten eingelegt (mazeriert), anderen wird mittels Dampfinfusion und Perkolation ihr Aroma entzogen.

Der Inverroche Classic wird am Ende mit einer Trinkstärke von 43 % Vol. abgefüllt.

Fazit

Der Inverroche Classic Gin ist zweifellos eine bemerkenswerte Spirituose mit vielen lobenswerten Eigenschaften. Er zeichnet sich durch seine enge Bindung zur Natur, die Auswahl einheimischer Botanicals und dem traditionellen Herstellungsprozess aus.

Fynbos ist dabei der große Headliner, natürlich wird dieser Gin auch auf diesem Fundament aufgebaut und beworben, doch uns gefiel dieses komplex-würzig florale und andersartige.

Das einzigartige Aromaprofil des Inverroche Classic mag nicht jedermanns Geschmack entsprechen. Einige könnten sich nach einem klassischeren, simpler strukturierten Gin sehnen und die ausgeprägten floralen und kräuterigen Noten als zu dominant empfinden.

Insgesamt ein klassischer Gin mit souveränem Wacholder, angenehmen, unaufdringlichen Zitrusnoten und einem vielschichtigen Auftreten.

Erhältlich ist der Classic u.a. auf Amazon  und im Shop von Wacholder Express.

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Titelbildcredit: Inverroche Gin

Martini Foto: cottonbro von Pexels

 

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Bei diesem Produkttest handelt es sich um Probeflaschen, die uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt wurden.

Die Bewertung der Produkte erfolgt objektiv und nach eigenem Ermessen – die Produktproben haben keine Auswirkung auf unsere persönliche Bewertung und Meinung!

 

Zuletzt aktualisiert am 07.10.2023