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Professor Cornelius Ampleforth’s Bathtub Gin: Test & Tasting

Test & Tasting des Professor Cornelius Ampleforth's Bathtub Gin

Der englische “Professor Cornelius Ampleforth’s Bathtub Gin” ist das Ergebnis traditioneller Handarbeit. Aufgrund seines einzigartigen Genusses und des nostalgischen Designs seiner Verpackung erhielt der London Dry Gin diverse Auszeichnungen, wie eine Goldmedaille auf der International Spirits Challenge 2013 und eine Goldmedaille auf der Internaional Wine & Spirits Competition 2012 sowie die Auszeichnung „Best Design“ auf den Drink Business Awards 2012, um nur einige zu nennen. Professor Cornelius Ampleforth’s Bathtub Gin ist seit seiner Kürung bei den World Gin Awards im Jahre 2014 bis heute der beste Compound Gin der Welt.

Angebot
Professor Cornelius Ampleforth's Bathtub Gin (1 x 0.7 l)
  • Da er in sehr kleinen Chargen von nur 30 bis 60 Flaschen gleichzeitig hergestellt wird, trägt er den...
  • In der Nase würzig und floral, mit deutlichen Noten von Wacholder, Kardamom, Getreide und Orangeat
  • Am Gaumen dick, ölig, bodenständig und sehr vollmundig mit Aromen von Wacholder, Kardamom, Kiefernharz...

Ampleforth’s Bathtub Gin – Geschichte & Herkunft

Hinter dem Produkt „Professor Ampleforth’s Bathtub Gin” steht das Self-Made-Unternehmen im Craft Spirits Bereich „Professor Cornelius Ampleforth“ aus Kent im Süden Englands. Schon lange vor der Gründung der kleinen Firma im Jahre 2011 experimentierte Professor Ampleforth mit besonderen Zutaten und Herstellungsverfahren. Schnell erlangten die Spirituosen des „verrückten Professors“, wie Cornelius Ampleforth in der internationalen Spirituosenszene liebevoll genannt wird, einen guten Ruf. Dieser ermutigte ihn, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Seither schafft der Erfindergeist des Professors in seiner kleinen Manufaktur neue innovative Produkte, die nicht nur die Konsumenten überraschen, sondern auch die Konkurrenz aufhorchen lassen. Ampleforth’s Bathtub Gin gehört dazu.

Der Produktname setzt sich aus dem Namen des Professors, dem Begriff „Bathtub“ und der Art der Spirituose „Gin“ zusammen. Der Begriff „Bathub“ deutet auf die traditionelle Herstellung in Handarbeit hin, hat aber auch eine historische Bedeutung. Bereits im 18. Jahrhundert gab es in England eine gefährliche Gin-Epidemie mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von durchschnittlich zehn Litern. Die nachfolgende Biersteuererhöhung war damals dafür Anlass, dass viele Bürger illegal Alkohol selbst herstellten. Dazu nutzen sie nicht nur Töpfe, Pfannen oder Bottiche, sondern auch Badewannen, im Englischen „bathtub“. Bathtubs waren groß genug, um eine Menge Branntwein herstellen zu können. Außerdem ließ sich das qualitativ schlechte Destillat durch Vermischen mit Gewürzen und Kräutern gut überdecken. Schnell wurde dieses Destillat unter dem Namen „Bathtub Gin“ bekannt. Der Gin-Epidemie wurde im Jahre 1751 durch die Einführung diverser Maßnahmen Einhalt geboten.

Die Herstellung

Der Gin wird von Professor Ampleforth in seinem kleinen Labor in England in eigener Regie und traditioneller Handfertigung produziert. Die benötigten Zutaten werden von ihm selbst ausgesucht und die besten Ingredienzien verwendet. Der qualitativ hochwertige Alkohol, den der „verrückte Professor“ verwendet, destilliert er in kupfernen Pot Stills (Brennblasen). Bei niedrigen Temperaturen extrahiert er in seiner selbst entwickelten Cold Compounding-Anlage besonders schonend die Aromen seiner Botanicals, bevor er sie in das Destillat überführt. Hergestellt wird er in kleinen Chargen von 30 bis 60 Flaschen. Dadurch ist eine optimale Überwachung durch stetige sensorische Kontrolle des Zustandes der Spirituosen gegeben. Die Limitierung brachte dem Ampleforth Gin auch den Beinamen „Ultra Small Batch Gin“ ein. Abgefüllt wird er zum bestmöglichen Zeitpunkt. Der Kunde kann also gewiss sein, dass er den besten Gin in der Flasche hat.

Botanicals

Die Rezeptur und die Zusammensetzung der Botanicals hat der Vater des überaus würzigen Gins, Professor Ampleforth, selbst in seiner kleinen Manufaktur ausgeklügelt. Neben den traditionellen Wacholderbeeren, Koriander, Kiefernharz, Kardamom und Orangenschalen sind Gewürznelken und Zimt für den würzigen Geschmack des Gins verantwortlich. Ein Geschmack, der nicht nur Ginliebhaber und Fans überzeugt, sondern auch Juroren. Viele Auszeichnungen bestätigen, dass es sich bei dem golden aussehenden Bathtub Gin um ein ganz besonderes Produkt handelt.

Aufmachung und Design

Nicht nur der Geschmack dieses Gins hebt sich von anderen Destillerien ab, sondern auch sein edles Self-Made-Design, das zur überlieferten Geschichte hinter dem Professor Ampleforth’s Bathtub Gin passt. Auf dem braunen Packpapier, mit dem die, an eine viktorianische Apotheke erinnernde, bauchige 0,7-Liter-Flasche fest umhüllt wurde, befindet sich ein gedrucktes Etikett. Auf diesem sind ein antik wirkendes Logo mit dem Namenszug des Professors und die Bezeichnung „Bathtub Gin“ zu finden. Außerdem befinden sich handgeschriebene Informationen zur Geschichte, der Herstellungsmethode und den Botanicals darauf.

Die schwarze Wachskappe, die den Korken umschließt, wird mit dem Papier durch eine traditionell hergestellte Schnur, die um den Flaschenhals gewickelt wurde, zusammengehalten. Das unkonventionelle Design ist ein schöner Kontrast zum geschichtlichen Bezug und zur handwerklichen Kunst. Das beweisen auch mehrere Preise, mit denen der Bathtub Gin von Ampleforth ausgezeichnet wurde.

Charakter und Tasting

Ampleforth’s Gin stellt sich in einer harmonischen Kombination aus kräftiger Wacholdernote mit fruchtigen Zitrusaromen und würzigen Kräutern dar. Besonders herauszustellen ist das Zusammenspiel von fruchtig-süßem Kardamom und erdig-floralem Koriander. Auch ein Hauch von Zimt ist im Duft des London Dry Gins erkennbar. Mit Noten von Kardamom und Gewürznelke macht sich dieser am Gaumen angenehm breit. Der Bathtub Gin begeistert durch eine unerwartete Intensität und Kraft.

Er präsentiert sich im langen, wärmenden Abgang durch die Noten von Kardamom, Orange und Zimt in einer weihnachtlichen Würzigkeit. Diese tritt jedoch mit der Zeit in den Hintergrund und wird durch eine angenehme, fruchtige Süße ersetzt. Auch wenn der Ampleforth Gin über einen Alkoholgehalt von 43,3 Volumenprozent verfügt, ist er ein sehr sanfter Gin, der auch pur getrunken ein voller Genuss ist. Hierfür eignet sich ein kurzes Trinkglas mit dickem Boden, ein sogenannter Tumbler. In diesem kann man die volle Aromenbandbreite schmecken. Bathtub Gin ist aber auch für Cocktails und Longdrinks sehr gut einsetzbar.

Passende Tonic Water

Sowohl der klassische Thomas Henry, als auch ein Fever Tree sind hier passende Tonics. Da dieser Gin einen kräftigen Charakter ins Glas bringt, taugt er im Gin Tonic mit gewöhnlichen Sorten durchaus. Zu süß sollte es dennoch nicht werden, auch ein Schweppes Dry Tonic können wir uns hier vorstellen.

Fazit

Der Professor Cornelius Bathtub Gin ist ein besonderer, in traditioneller Handfertigung und kleinen Chargen produzierter Gin. Er setzt mit seinem würzigen bis fruchtigen Geschmack und seinem goldigen Aussehen für Gins der Premium Klasse neue Maßstäbe. Auch mit seiner Intensität und dem Zusammenspiel seiner Aromen punktet dieser Gin. Dank seiner alkoholischen Milde ist er pur getrunken ein Genuss. Aber auch als Cocktail oder Longdrink ist er hervorragend geeignet. Durch das ansprechende Flaschendesign fällt er schnell ins Auge, sodass er von Liebhabern dieser interessanten Spirituose schnell zu finden ist. Mit etwas Glück können Ginliebhaber für unter 40 Euro pro 0,7-Liter-Flasche ihre Gin-Sammlung erweitern, oder den edlen Tropfen genießen. Aber auch Hobby-Mixologen und professionelle Barkeeper werden von dem Ampleforth Gin begeistert sein.


Bildcredit:  Dan Tom Richins