Das die Pandemie und ihre zahlreichen Lockdowns sehr oft kreative und vor allem sinnvolle Ideen mit sich brachte, zeigt auch der Alte Burg Gin.

Eng verbunden mit der Stadt Oldenburg haben wir hier einen London Dry Gin im Review, der mit Beeren, allerhand fruchtigen Noten, aber auch einer recht ungewöhnlichen Zutat ins Glas kommt, Grünkohl.

Wie und ob man dieses durchaus seltene Botanical heraus schmeckt, was sonst noch im Gin steckt und wie er uns im Tasting gefiel, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Tasting & Nosing

In der Nase ist der Alte Burg Gin zunächst angenehm würzig, beerig und mild. Wacholder, aber auch Zitrusfrüchte lassen sich zusammen mit beerigen Noten durch den engen Flaschenhals erahnen.

Im Tumbler , pur verkostet und mit etwas mehr Sauerstoff, kommen auch feinere Aromen zum Vorschein. Heidelbeeren, ein immer präsenter Wacholder und etwas schwerere Nuancen komplettieren sich mit Zitrusfrüchten.

Auf der Zunge behält der Wacholder zunächst die Oberhand, stellenweise abgelöst von Beeren, Zitrone und Orangen. Im Mittel ist er fruchtig, aber auch leicht scharf.

Den Grünkohl direkt schmeckten wir nicht heraus, etwas war da aber. Bitter, würzig und aromatisch bindet sich dieser spezielle Charakterzug in einen doch recht komplexen London Dry Gin ein.

Im Abgang bleiben der „gemüsige, kohlartige Touch“, Wacholder und fruchtige, milde Noten am Gaumen zurück.

Nase: würzig & fruchtig-beerig – Wacholder, Zitrone, Orangen & Beeren

Zunge: würzig-fruchtig & klassisch – Wacholder, Heidelbeeren, Zitrusfrüchte, Angelikawurzel, Kardamom, herbere/gemüsige Untertöne

passende Tonic Water & Cocktails

Probiert haben wir den Alte Burg Gin mit 3 verschiedenen Fillern:

Der Gin Tonic mit dem Thomas Henry war kräftig, herb, zitruslastig und wie von diesem Tonic Water gewohnt, wacholderlastig.

Das afrikanische Barker & Quins Tonic betonte gerade die würzigen und fruchtigen Noten des Alte Burg Gins.

Und mit dem Fever Tree hat man im Prinzip von allem was. Der zurückhaltende Filler ließ allen auch pur wahrgenommenen Aromen genügend Raum.

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Neben diesen 3 genannten Fillern, passt auch ein Dry Tonic hervorragend, gerade im Bezug auf die fruchtigen Noten. Ein Schweppes Dry oder Dr. Polidori Dry Tonic erzeugen einen wesentlich trockeneren, fokussierten Drink.

Abrunden kann man den Alte Burg Gin Tonic mit der Zugabe einiger Heidelbeeren.


Durch sein würziges Auftreten passt der Alte Burg Gin in kräftige und klassische Gin Cocktails.

Ein Negroni, Gin Buck, Gin Basil Smash, White Lady, Bramble und Bijou profitieren von den fruchtig-würzigen Noten des Gins.


Grünkohl Smash

Zutaten:

  • 4 cl Alte Burg Gin
  • 2 cl Zitrone-Ingwer-Likör 
  • 2 cl Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup
  • Grünkohl (frisch oder TK)

Eine passende Adaption des bekannten Basil Smash Cocktails. Zu Beginn wird der Grünkohl zusammen mit dem Zuckersirup gestößelt und anschließend gibt man den Gin sowie die restlichen Zutaten hinzu.

Jetzt wird alles auf Eis gut geschüttelt und durch ein Barsieb in ein bereits vorgekühltes Glas abgeseiht.


Geschichte & Herstellung

Man kann wohl getrost sagen, dass die Covid-19-Pandemie einen entscheidenen Anteil an der Entstehung des Alte Burg Gins hatte.

Unsere beiden Erfinder nutzten die Zeit in den diversen Lockdowns für ihr eigenes Geschäft oder besser ihren eigenen Gin. Wie viele andere Gins fußt auch dieser hier auf dem Boden einer „Schnapsidee“.

Alte Burg Gin mit Beeren, GRünkohl und einer Orange

Nach viel Tüftelei und der Frage, was man denn noch anders machen kann und wie der eigene Gins aussehen sollte, hatten die beiden nach einem Jahr des Probierens endlich ihren eigenen Gin entwickelt, den Alte Burg Gin.

Hergestellt wird dieser Gin in der Brennerei „Erste MAENNERHOBBY GmbH & Co. KG“ deren Foersters Heide Gin wir auch schon probiert haben. Produziert wird in Klein Kussewitz und das mit einer besonderen Zutat: Grünkohl.

Ja, richtig gelesen Grünkohl. Hierdurch wird die besondere Verbindung mit der Stadt Oldenburg hergestellt.

Daneben finden auch Orangenschalen und Heidelbeeren ihren Weg in das Destillat.

Produziert wird als small batch mit einem Umfang von 700 Flaschen pro Charge. Abgefüllt wird der Alte Burg Gin mit einer Trinkstärke von 43 % Vol.

Folgende Botanicals werden bei der Gin Herstellung u.a. verwendet:

  • Wacholder
  • Zitrone
  • Kardamom
  • Angelikawurzel
  • Orangen
  • Heidelbeeren
  • Grünkohl

Fazit

Der Alte Burg Gin bringt glücklicherweise das mit, was man von einem London Dry erwartet. Hinzu ergänzt um beerige und nicht unbedingt gewöhnliche würzige Noten.

Komplex, wacholderlastig und ausgewogen ist dieser Gin etwas für Puristen, Liebhaber klassischer Tropfen und auch durchaus für Freunde von beerig-fruchtigen Gins.

Den angesprochenen herberen Unterton muss man mögen, wir fanden ihn passend und durchaus harmonierend mit den beerigen Aromen und einem satten Wacholdercharakter.

Erhältlich ist der Alte Burg Oldenburg Gin im hauseigenen Shop unter: alteburggin.de


 

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Bei diesem Produkttest handelt es sich um Probierflaschen, die uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt wurden.

Die Bewertung der Produkte erfolgt objektiv und nach eigenem Ermessen – die Produktproben haben keine Auswirkung auf unsere persönliche Bewertung und Meinung!