Dry Gins/ Destilled Gins Gin-Sorten

Foersters Heide Dry Gin: verfeinert mit Nadeln der Rostocker Küstentanne

Foersters Heide Dry Gin im Test & Tasting

Ein Gin aus Deutschland, gewidmet einem Pionier der Forstwirtschaft – der Foersters Heide Gin. Tannennadeln machen diesen Dry Gin zu einem besonderen Wacholdertropfen mit viel Charakter. Warum der Foerster eigentlich Becker heißen sollte, was drin ist und vor allem wie er schmeckt, soll dieses Foersters Gin Tasting klären.

Geschichte & Hintergrund des Foersters Gin

Erst im Juli 2017 erblickte dieser spezielle Tropfen das Licht der Welt. Produziert von der Spirituosen-Berennerei Maennerhobby in Klein Kussewitz, nahe Rostock. Nadeln spielen bei der Namensgebung und dem Geschmack die Hauptrolle, gemeint sind die Nadeln der Küstentanne (Abies Grandis).

Die Geschichte des Foerster Heide Gin geht zurück auf Herman Friedrich Becker (1766-1852), ein deutscher Förster und Begründer der geregelten Forstwirtschaft. Er ist hauptverantwortlich für die Ansiedlung der nordamerikanischen Küstentanne in der Rostocker Heide. Ihm zu Ehren und weil die Nadeln der besagten Tanne ein außergewöhnlich aromatisches Geruchs-und Geschmackserlebnis ergeben, entstand dieser Gin. Leider war der Name Beckers in diesem Fall geschützt (auch wegen einer bekannten Biermarke) – also einigten sich die Jungs der Maennerhobby GmbH auf “Försters-Heide Gin”.

Die Herstellung

Der Foersters Heide Gin wird mittels warmer Mazeration und Kaltfiltrierung produziert. Das heißt, dass die verwendeten Botanicals vorher eingeweicht werden, um ihre Aromen bestmöglich an das Destillat abzugeben. Bei der Kaltfiltrierung wird das Destillat stark abgekühlt (-5 bis 0°C), dabei fallen Schwebstoffe und Eintrübungen aus, die dann mit einem feinporigen Sieb entfernt werden. Eine kosmetische Maßnahme die für eine klare Spirituose ohne Trübung sorgt.

Nach diesen Herstellungsprozessen wird der Gin auf eine fertige Trinkstärke von 44 % Vol. gebracht und per Hand abgefüllt.

verwendete Botanicals

Neben den sorgfältig geflückten Nadeln der Küstentanne, finden sich Zitronenschalen, Wacholder und Sanddorn aus der Rostocker Heide im Foerster Gin wieder. Insgesamt 11 Botanicals werden verwendet.

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Tasting & Nosing des Foersters Heide Gin

Beim ersten zaghaften Heranführen des Gins an die Nase kommt einem sofort ein dominantes Wacholderaroma entgegen, welches weitere würzige Noten mit sich trägt. Riecht man erneut, etwas länger und tiefer in das Glas hinein, erkennt man fruchtige Zitrusanklänge, weiterhin begleitet von einem würzigen/nadeligen Duft. Dieser fast schon nussige Charakter bleibt lange in der Nase und macht ordentlich Eindruck – der Küstentanne sei Dank.

Hat man den Foerster Gin dann das erste Mal auf der Zunge, bestätigt sich die kräftige Aromenvielfalt von Wacholder und Zitrone. Die Würze der Nadeln drängt sich dabei nicht auf – vielmehr unterstützt sie diese wirklich gelungene Komposition von der Zungenspitze bis zum Gaumen mit einem fruchtig-würzigen Abgang ohne unangenehme Schärfe. Hier wurde ein Gin kreiert, der seinen Namen verdient hat und zugleich seinem Schirmherr Herman Friedrich Becker alle Ehre macht.

Unser Fazit

Der Foersters Heide Gin weiß durch seine Aromenvielfalt, gerade durch die dominierende Nadelnote, zu begeistern. Wenn der Name zum Inhalt passt und eine Brennerei Wacholder geschickt mit dem besonderen Geschmack der örtlichen Fauna zu verbinden weiß, entsteht ein außergewöhnlicher, kräftiger Gin. Für Liebhaber von eben diesen charakterstarken, würzigen Tropfen ist der Foerster ideal geeignet.