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Huckleberry Gin: von Heidelbeeren & echter Freundschaft

Huckleberry Gin im Test & Tasting

Gebrannt im Schwarzwald in klassischen alten Kupferkesseln, haben wir mit dem Huckleberry Gin einen recht jungen, heidelbeerlastigen Tropfen im Tasting. Ein fruchtiger Dry Gin, handgemacht und traditionsreich – doch wie schmeckt er?

Geschichte & Herstellung des Huckleberry Gin

In Auftrag gegeben wird der Frischling von der Finest Beverages GmbH aus München, im Schwarzwald jedoch destilliert und ins Leben gerufen von Jens Lauckner und Maximilian Elsholtz. Beide kommen ursprünglich aus dem Getränkehandel und produzieren mit dem Huckleberry Gin einen Tropfen der Mark Twains Romanfigur augenzwinkernd ganz nebenbei verwendet, um auf das wichtigste im Leben aufmerksam zu machen – die Freundschaft.

Gebrannt von einem Meisterdestillateur, klassisch und mit 30-jähriger Erfahrung in der Destillierkunst. Den Botanicals wird mittels Mazeration ihr herrliches Aroma entlockt, die Hauptrolle spielen Blaubeeren – engl. “Huckleberrys“. Der Kupferkessel wird noch mit Brennholz befeuert, das Endprodukt selbstverständlich von Hand abgefüllt und sorgfältig verkorkt. Auf dem Markt ist die 0,5 L Flasche mit dem stilvollen Etikett übrigens erst seit Dezember 2017.

Huckleberry Gins Väter Max & Jens

Huckleberrys Väter Max & Jens

Huckleberry Gin 44% vol (1 x 0.5 l)
  • Keybotanical ist Heidelbeere
  • Gin Tonic
  • Sipping Gin

Botanicals:

Neben dem Hauptaromaträger, der Blaubeere, und dem typischen Wacholder, finden u.a. noch Lavendelblüten, Koriander, Zimt, Ingwerwurzeln, Hopfen und Angelikawurzeln den Weg ins Mazerationsgefäß zum “Einweichen”.

Nosing & Tasting des Huckleberrys

Nach dem Öffnen der per Hand verkorkten Flasche, nehmen wir sofort einen zimtlastigen Duft wahr, der recht kräftig von Heidelbeeren und eher sanft von Lavendel begleitet wird. Fruchtig, süß und leicht würzig kommt uns der Huckleberry Gin in die Nase. Erst beim weiteren Schwenken der Nase nehmen wir Wacholder und zarte Hopfenanklänge auf. Angenehm fruchtig und schwer mit bereits bekannten Kollegen aus der Dry Gin / Western Dry Gin Sparte vergleichbar.

Pur genossen präsentiert sich der “Beeren”-Gin wie erwartet fruchtig, mild und wenig scharf. Würzig wird der Abgang, welcher sich mit Zimt und etwas Koriander sehr passend zur Heidelbeere präsentiert. Der frische Eindruck in der Nase, findet sich fruchtig, aber wenig aufdringlich auf der Zunge wieder.

passende Tonic Water

Für uns die ideale Wahl für einen Huckleberry Gin-Tonic: das Schweppes Dry Tonic. Wenngleich ein Fever Tree, 1724 oder Goldberg ebenfalls hervorragend funktionierten, so überzeugte das Dry Tonic aufgrund der perfekten Betonung des fruchtigen Charakters. Zwar leidet der Abgang etwas unter der vorübergehenden Dominanz des Silberlings von Schweppes, doch kitzelt dieses die volle Beerenpower aus dem Huckleberry.

Schweppes - Dry Tonic Water - 10x0,2l inkl. Pfand
  • Chininhaltiges Erfrischungsgetränk
  • Extra trocken und intensiv bitter im Geschmack
  • Speziell zum Mixen von Cocktails und Longdrinks konzipiert

Fazit

Der Huckleberry Gin lässt sich schwer einordnen und vielleicht ist ja auch genau dies beabsichtigt? Mit 44 % Vol. mild, extrem fruchtig und nicht eben nur auf Zitrus- oder andere Südfrüchte betont, nein – die Heidelbeere gibt den Ton an. Ob pur oder mit Tonic Water genossen, es macht sich fast schon ein Urlaubsgefühl in der Seele breit. Für uns der ideale Gin für die besagte Pflege von Freundschaften.

Mit knapp 30 € pro 0,5 Liter Flasche ein durchaus fairer Preis für einen Gin, der eben kaum vergleichbar und so herrlich fruchtig-frisch in Nase und Gaumen ankommt. Erhältlich ist dieser Gin u.a. auf Amazon .

 

Foto Credits: Huckleberry Gin / Finest Beverages GmbH