Dry Gins/ Destilled Gins Gin-Sorten

Ursel Taunus Gin im Tasting: fassgelagert, waldbetont & klassisch fruchtig

Premium Taunus Dry Gin"Ursel" Heritage - Harmonischer Gin...
  • Von den 12 erlesenen Botanicals stammen die Hauptakteure direkt aus dem Taunus - die jungen, im Mai...
  • Exotische Gewürze & Taunus-typische Zutaten werden meisterlich vereint, auch bestätigt durch den World...
  • Harmonischer Gin mit klarem Wacholderaroma (beste Bio-Qualität), waldige-etherischer Note junger...

Geschichte des Taunus Ursel Gins

Mitten im Taunus umgeben von vollen dichten Wäldern liegt die idyllische Stadt Oberursel. Sie ist nicht nur die Ursprungsstadt des Ursel Taunus Premium Gins, sondern auch gleichzeitig der Namensgeber des Gins.

2014 auf einem Brauseminar in Österreich begann die kleine Erfolgsstory dieses Gins. Ins Leben gerufen wurde er von Roland Braza, seineszeichen langjähriger Gin Liebhaber, schon bevor der Hype um diese köstliche Spirituose begann. Der Ursel Gin ist ein regionales Produkt. Durch seine Tätigkeiten als Jäger und seine damit einhergehende Verbundenheit zur Natur waren auschlaggebend für die spätere aromatische Komposition. Destilliert wird vom Erfinder persönlich und das in recht kleinen Batches von maximal 40 Litern.

Herstellung & Botanicals

Der Ursel Gin hat zwei Hauptzutaten, welche das unvergleiche Aroma erzeugen. Zum einen natürlich Wacholder, zum anderen spielt Fichte eine sehr große Rolle. Wenn man seinen Erfinder, Roland Braza, im Frühjahr durch die Wälder des Taunus ziehen sieht, dann kann man sich fast sicher sein, dass er wieder auf der Suche nach jungen Fichtentrieben für seinen Gin ist. Neben Wacholder und Fichte kommen noch weitere Botanicals wie Chili und Rosmarin sowie Orangen- und Zitronenschale, Ingwer, Koriander, Piment, Angelikawurzel, Veilchen, Holunder und Tagetesblüten (türkische Nelke) zur Verwendung.

Den Ursel Gin gibt es in 3 verschiedenen Sorten, je nach verwendeten Botanicals, aber dazu später mehr. Was alle gleich haben, ist das Herstellungsverfahren. Hier wird mit dem sogenannten Geistverfahren gearbeitet und es wird auf eine Mazeration verzichtet. Geistverfahren bedeutet, dass die Botanicals nicht in der Maische mazeriert werden, sondern vom Dampf umweht werden. Hierdurch soll die Aromaausbeute noch größer sein.  Alle für diesen Gin verwendeten Zutaten sind nebenbei bermerkt Bio. Sogar der verwendete Alkohol ist Bioalkohol. Am Ende kommen die verschiedenen Versionen in einer Trinkstärke von ca. 47 % Vol. 

Nosing

Ein aromatischer und genüsslicher Spaziergang durch den Wald, zumindest bringt das die Dark Forest Version opulent rüber. Denn das war das Erste an was wir dachten mussten, als wir den Ursel Gin das erste Mal an unsere Nase geführt hatten. Es kam sofort ein angenehmer Duft von Wacholder auf, begleitet von einem kräuterlastigen Hauch, der zusätzlich eine gewisse harzige Note mitbringt.

Tasting

Ein allgemeines Geschmackserlebnis lässt sich bei diesem Gin nicht beschreiben, da er in 3 unterschiedlichen Versionen kommt. Nehmen wir zum einen die sogenannte “Heritage-Version“. Hier schmecken wir vor allem Fichte und ein wenig Brennessel. Ein floraler und fruchtiger Gin mit 12 Botanicals.

Verköstigen wir die Version “Dark Forest“, so fällt uns sofort auf, dass das Fichtenaroma hier noch stärker ist. Hierzu gesellen sich noch Aromen von Eberesche und Piment. Abgerundet wird diese Version von etwas  Melisse. Der Ursel Dark Forest  kommt tiefgründiger, maskuliner und vor allem kräftig-würziger daher als der Heritage.

Als Krönung, in der dritten Variante, findet der Ursel Gin “Golden Oak” den Weg an unseren Gaumen. Er besticht allein schon optisch durch seine auffällige Goldfärbung. Diese entsteht, weil der Gin nach der Herstellung für bis zu 5 Monate in einem Tokaifass (ein Weinfass) reift.

passende Tonic Water

Um nicht zu ausschweifend eine Empfehlung zu geben haben wir uns 3 zum jeweiligen Ursel Gin passende Tonic Water herausgesucht:

  • Ursel Heritage Gin:

Hier empfiehlt sich ein eher trockenes Tonic Water, unser Favorit für den Heritage war das Schweppes Dry Tonic , zusammen mit einer Zitronenzeste. Das Dry Tonic unterstützt das fruchtige und blumige Aroma ideal ohne den Gin unnötig zu überragen.

  • Ursel Dark Forest:

Aufgrund seines kräftigeren Auftretens, darf es ein klassisches Tonic, wie in unserem Fall das Fever Tree Tonic Water, sein. Dieses konkurriert mit keinem der würzigen Noten und erzeugt einen recht bodenständigen, erdig-kräuterigen Gin Tonic.

  • Ursel Golden Oak Gin

Auch wenn uns diese Besonderheit bereits pur auf Eis sehr gut gefiel, so lässt sicher der im Weinfass gelagerte Golden Oak auch gut mit einem eher mediterranen Tonic genießen.

Fazit

Der Ursel Gin und seine 3 Streiter des guten Geschmacks machte mächtig Eindruck in unserem Tasting. Nicht zuletzt weil die 3 Sorten sich so herrlich unterscheiden, geschmacklich aber dennoch perfekt ergänzen. Als Gin-Einsteiger ist man mit dem Ursel “Heritage” wohl am besten beraten. Fans von kräftigeren, würzigen Gins sei der Dark Forest ans Herz gelegt und Liebhaber des Besonderen, kommen mit einem fassgereiften Taunus Gin ebenso auf ihre Kosten.