Wenn man von Gin redet, kommt man an England einfach nicht vorbei.

Als eines der Ursprungsländer lässt es sich bei vielen Gins als Heimatland nennen. So auch beim Mermaid Gin.

Was passiert wenn Meerfenchel auf Zitrusfrische trifft und wie der Mermaid Gin in der Nase und am Gaumen ankam, haben wir versucht in diesem Review zu hinterfragen.

Mermaid Gin 0,7 Liter 42% Vol.
  • Alkoholgehalt (% vol): 42.0 percent_by_volume

Letzte Aktualisierung am 28.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Tasting & Nosing – Meerbrise trifft auf Zitrus

Beim ersten Kontakt mit unserer Nase konnten wir direkt Wacholder erkennen. Aber er spielte nicht die erste Geige.

Den ersten Platz musste er sich mit Angelikawurzel und Zitrone teilen. Für den Anfang eine schöne Kombination, aber da kam noch mehr.

Der Meerfenchel bringt eine angenehm würzige Note mit und den Hopfen meint man zu erkennen.

Wir können uns auch nicht verwehren, eine leichte Vanillenote gepaart mit etwas Lakritz zu riechen.

Olfaktorisch gesehen ist der Mermaid Gin eine Kombination aus fruchtig-süßen und leicht würzigen Aromen.

Mal schauen, wie er schmeckt.

Am Gaumen angelangt, bemerken wir sofort eine leichte Note Lakritz. Diese hält jedoch nicht lang an und weicht eher würzigen Noten.

Die Würze kommt nicht allein vom Wacholder, obwohl der führend ist. Es schwingen auch Aromen von Koriander und Pfeffer mit.

Die Zitrusaromen kombinieren sich mit Hopfen und Holunderblüten zu einem ausgewogen komplexen Eindruck.

Nase: würzig & komplex – Wacholder, Zitrusnoten, Blüten, Pfeffer, Hopfen, Fenchel

Zunge: kräuterig-floral & komplex – Koriander, Zitrusnoten, Fenchel, Holunder, Wacholder, Pfeffer

passende Tonic Water & Cocktails

Für einen Mermaid Gin Tonic haben wir uns 3 verschiedene Tonic Water zum testen herausgesucht:

Gewohnt und gewollt: das Thomas Henry brachte durch sein bitteres Auftreten eine souveräne Wacholdernote des Gins herüber. Die Zitrusaromen des Mermaids hob dieser Filler hervor, wenngleich nicht alle pur bemerkten Aromen des Gins am Gaumen ankommen.

Würzig-komplex und ausgewogen wurde der Gin Tonic mit dem Aqua Monaco. Sowohl florale, als auch Zitrus- und fruchtige Noten waren hier präsent.

Das ebenfalls für würzige Gins geeignete Barker & Quin Tonic Water gefiel uns, sofern wir uns festlegen müssten, am besten. Sowohl Wacholder, Hopfen, Pfeffer und auch feinere Strukturen lies dieser Filler zu.

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Mermaid Last Word Cocktail

England trifft auf England. Wir empfehlen den Last Word Cocktail für den Mermaid Gin.

Dieser ist eh schon recht würzig, was durch den Mermaid Gin nochmals betont wird.

Last Word Cocktail mit dem

Zutaten:

Alle Zutaten werden in einen Shaker gegeben und hart auf Eis geschüttelt.

Anschließend wird der Drink in ein vorgekühltes Martini-Glas  oder eine Cocktailschale abgeseiht und ist bereit ihn zu genießen.


Auch für einen Martini und Negroni eignet sich der Mermaid aufgrund seiner würzigen Aromen und Zitrusnoten.

Ebenso passt der Engländer in einen Gin Fizz, Gin Buck, French 75 und den süß-sauren Bees Knees.


Geschichte und Herstellung

Der Mermaid-Gin dürfte für viele Gin-Liebhaber da draußen kein allzu neuer Begriff sein, hat er sich mittlerweile doch unter den Gins dieser Welt einen Namen gemacht.

Hergestellt wird dieser Gin in der doch noch recht jungen Isle of Wight Distillery. Diese wurde im Jahre 2014 von Cavier Baker und Conrad Gaunlett gegründet.

Neben dem Mermaid Gin entstehen hier auch noch weitere Spirituosen, wie Wodka und Rum.

Für die beiden Gründer stand von Anfang an fest, dass sie nachhaltig produzieren wollen. Dieses Vorhaben haben sie auch tatsächlich in die Tat umgesetzt.

Die Flasche besteht aus recyceltem Glas, das Siegel ist kompostierbar und die Label bestehen aus Recyclingpapier.

Bei der Herstellung des Mermaid Gins gilt die Zeit als entscheidender Faktor, denn von dieser wird sich reichlich genommen.

Die handverlesenen Zutaten werden im traditionsreichsten Verfahren der Gin Herstellung, dem Mehrfachdestillationsverfahren ohne Zusatz von Farbstoffen oder Zucker, verarbeitet.

Er lässt sich also zurecht als London Dry Gin bezeichnen.

Selbstverständlich stammen sämtliche Zutaten direkt von der Isle of Wight, welche im Süden Großbritanniens liegt.

Es war etwas schwierig, die verwendeten Botanicals herauszufinden, aber wir konnten einige der Inhaltsstoffe ausmachen. Unter ihnen sind:

  • Wacholderbeeren
  • Meerfenchel
  • organische Zitronenzesten
  • Holunderblüten
  • Boadicea Hopfen
  • englischer Koriander
  • Paradieskörner
  • Engelwurz
  • Süßholzwurzel
  • Veilchenwurzel

Nachdem der Gin mehrfach destilliert wurde, wird er für ganze 7 Tage in botanischen Blüten und Wurzeln eingelegt.

Erst nach dieser Prozedur wird der Mermaid Gin mit reinem und teilweise auch gefiltertem Quellwasser, welches selbstverständlich ebenfalls direkt von der Isle of Wight bezogen wird, auf eine Trinkstärke von 42 % Vol. gebracht.

Fazit

Der Mermaid erschafft ein geschmackliches Bindeglied zwischen frischen, würzigen & herbalen Aromen. Mediterran auf jeden Fall, mild zum Teil, jedoch auch mit Pfeffer & Wacholder komplex-klassisch.

Geeignet für Fans von komplex-würzigen Gins die erdige Wacholderaromen mitbringen.

Wer es eher mild & fruchtig mag, wird hier sicherlich weniger glücklich. Als Cocktailzutat ist der Mermaid jedoch definitiv durchsetzungsstark und empfehlenswert.

Erhältlich ist der Meerjungfrauen Gin u.a. auf Amazon und Wacholder Express.

Mermaid Gin 0,7 Liter 42% Vol.
  • Alkoholgehalt (% vol): 42.0 percent_by_volume

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Bildcredit: Olivia Ste

Cocktailbild: by Nikita Tikhomirov on Unsplash