Gin-Sorten London Dry Gins

Bulldog Gin – Tasting des milden, von Churchill inspirierten Engländers

Test & Tasting des Bulldog London Dry Gin

Bei dem „Bulldog Gin“ handelt es sich um einen traditionell in Handarbeit hergestellten London Dry Gin, der erst im Jahre 2007 in den Spirituosenmarkt eingeführt wurde. Schon kurze Zeit danach hatte der moderne Premium Dry Gin in der schwarzen Flasche mit seinen exotischen Noten die Bars auf der ganzen Welt erobert.

Geschichte & Herkunft des Bulldog Dry Gins

Bulldog Gin Extra Bold (1 x 1 l)
  • Bulldog Gin beinhaltet 12 Botanicals aus 8 Ländern.
  • Herkunft: England
  • Ein Gin mit ungekannt exotischen Noten, die sich durch die Zugabe von chinesischer "Dragon Eye" Frucht...

Hinter dem Bulldog Dry Gin steht der einstige JP Morgan Investment Banker Anshuman Vohra aus den Vereinigten Staaten, der sich nicht nur von der Ginleidenschaft seines Vaters bei einem Drink anstecken ließ, sondern der auch eine große Sympathie für den legendären, ehemaligen Premierminister Winston Churchill hegte. Gern wurde dieser auch einmal aufgrund seiner Hartnäckigkeit mit einer Bulldogge verglichen. Das angedeutete Hundehalsband am Flaschenhals ist also kein Hinweis zur Namensgebung des Bulldog Premium Gins durch die Hunderasse Bulldogge, sondern es stand der in Großbritannien während des Krieges geborene „Bulldog Spirit“ Pate.

Motiviert von Churchills Zitat:

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Besten.“

und aufgrund seiner Liebe zum Gin Tonic sowie seinem Interesse an Gin, entschloss sich Vohra, eine eigene Marke, nämlich den „Bulldog Gin“, zu kreieren und zu vermarkten. Er besorgte sich das notwendige Kapital, kündigte seinen Job und sorgte mit seiner Firma Bulldog dafür, dass sein Bulldog London Dry Gn innerhalb eines halben Jahres in lokalen Geschäften und Bars angeboten werden konnte.

Auf seinen vielen Reisen durch die ganze Welt war Anshuman Vohra von den verschiedenen, zahlreichen Aromen so sehr fasziniert, dass er einige von Ihnen im Bulldog Dry Gin integrieren und wiederfinden wollte. Er tüftelte mit seinem Brennmeister sehr lange, bis er das richtige Rezept, das zwölf Botanicals aus acht Ländern beinhaltete, gefunden hatte. Hergestellt wird der London Dry Gin im Norden Englands in Warrington in der Destillerie G & J Destillers (ehemals G & J Greenall), die über eine 250-jährige Tradition zurückblicken kann. Schon die prägnant designte Flasche lässt darauf schließen, dass es sich in ihrem Inneren um unverwechselbare Werte handelt. Der Bulldog Dry Gin wird seither von der Traditionsfirma G & J Destillers hergestellt.

Herstellung des Bulldog

Die weltweit älteste Ginbrennerei G & J Destillers produziert nach dem außergewöhnlichen Rezept von Bulldog jährlich mehr als 50 Tausend Neunliterkisten des „Buldogg Gins“. Somit ist dieser Gin laut IWSR eine der Marken, die weltweit am schnellsten wächst. Die Basis für den Bulldog Dry Gin bildet Alkohol aus feinstem Norfolkweizen, der in der East-Anglia-Region Englands auf sehr nährstoffreichen Böden angebaut wird. Das erforderliche Wasser kommt aus Lake Vyrnwy im Norden von Wales und für die Botanical-Mischung werden zwölf Botanicals aus acht Ländern importiert.

Wenn die Fermentation abgeschlossen ist, wird die Destillation in vier Stufen im Pot Still Verfahren in Kupferbrennblasen durchgeführt. Bei der vierten Destillation werden die Aromen und Gewürze in ihrer natürlichen Form dem Destillat beigefügt, wodurch der Gin seinen unvergleichlichen Charakter erhält. Nach einer Spezialfilterung und der Herabsetzung auf die gewünschte Trinkstärke erfolgt die Abfüllung der mehrfach ausgezeichneten Bulldog Spirituose in die markanten schwarzen Flaschen. Diese haben ein Fassungsvermögen von 0,5 Litern, 0,75 Litern, 1,0 Litern oder 1,75 Litern. Für Ginliebhaber, die den Premium Dry Gin mit seinem exotischen Geschmack aber erst einmal kennenlernen möchten, sind auch Miniaturen mit einem Volumen von 50 Millilitern erhältlich. Angeboten wird der Bulldog London Dry Gin mit einem Alkoholanteil von 40 Prozent und als Bulldog London Dry Gin Extra Bold mit 47 Prozent Alkohol.

Die verwendeten Botanicals

Der London Dry Gin von Bulldog zeichnet sich nicht nur durch sein auffälliges, pechschwarzes Flaschendesign aus, sondern auch durch höchste Qualität. Seinen feinen, exklusiven Geschmack erhält der Premium Gin durch zwölf Botanicals, die aus acht Ländern stammen. Bei den Botanicals handelt es sich neben den traditionellen Wacholderbeeren aus Italien und den drei besonderen Botanicals Drachenauge aus China, eine Frucht, die mit der Litschi verwandt ist, weißer Mohnsamen aus der Türkei und Lotusblätter aus China sind in der Botanical-Mischung auch Koriander aus Marokko, Mandeln und Zitronen aus Spanien, Lavendel aus Frankreich sowie Iriswurzel, Lakritze, Cassis und Engelswurz enthalten.

All diese Kräuter und Gewürze werden für die Aromatisierung des Gins benutzt. Damit die Zusammensetzung der natürlichen Botanicals immer erhalten bleibt, werden sie jedes Jahr nicht nur von Hand gepflückt, sondern auch immer aus derselben Region bezogen. Mit der Kreation des Bulldog Dry Gin ist es den Machern gelungen, ein Produkt höchster Qualität auf den Markt zu bringen, das nicht mehr zu überbieten ist.

Tasting und Nosing

In der Nase präsentiert sich der Bulldog Dry Gin mit einem Bouquet, das anfangs von Wacholder und dann von Zitrus- und Kräuternoten geprägt ist. Es sind aber auch interessante süßliche Aromen, wie Süßholz und Zimt zu erkennen. Der Geruch stellt sich weich und eher mild dar.

Geschmacklich folgt der Gin am Gaumen der Nase, wobei diese noch von süßen Noten, besonders zarte Mandelaromen, flankiert werden. Der Gin von Bulldog stellt sich sehr weich und süßlich dar, die charakteristische, erdige Wacholdernote geht aber dabei nicht verloren. Das betätigt auch das sehr lang ausfallende Finish. Auch hier enttäuscht der milde Engländer nicht.

Der Bulldog Dry Gin weist zwar einen relativ hohen Alkoholgehalt auf, ist aber auch pur getrunken ein voller Genuss. Damit der Gin seine volle Bandbreite an Aromen entfalten kann, macht es Sinn, ihn aus einem kurzen Trinkglas mit dickem Boden, einem sogenannten Tumbler, zu genießen.

Damit man den Gin auch mit Tonic genießen kann, sollte aufgrund seines weichen Charakters kein zu intensives Tonicwater verwendet werden. Hierfür werden Fentimans Traditional Tonicwater, Fever Tree Indian Tonicwater oder Thomas Henrys von uns empfohlen.

Bulldog London Dry Gin – Design und Aufmachung

Nicht nur geschmacklich ist der Bulldog London Dry Gin von Bulldog nicht zu übertreffen, sondern auch seine, für ihn charakteristische, an einen Kegel erinnernde Flasche im undurchsichtigen Schwarz mit Lilastich hebt sich von seinen Konkurrenten ab und fällt sofort ins Auge. Die Glasflasche ist mit dem Aufdruck „Bulldog“ in kompakter, weißer Schrift versehen. Daneben befinden sich Ausführungen zum Produkt. Die moderne Aufmachung und Rezeptur wird durch den aufgebrachten Schriftzug „not your gradnfather’s gin“ symbolisiert. Unter dem Kunststoffschraubverschluss ziert ein kleines „Nietenhalsband“ mit einer silbernen Plakette den kurzen Flaschenhals. Ausführliche Vertriebsinformationen sind auf der Rückseite der Flasche zu finden.

Fazit

Der im Jahre 2007 in England hergestellte und auf den Markt gebrachte Bulldog London Dry Gin ist für Ginliebhaber auf der ganzen Welt eine Bereicherung. Dass bei diesem Gin das Motto: „Harte Schale, weicher Kern“ zutrifft, ist durch das Tasting belegbar. Er punktet vor allem mit seiner Milde und dem Zusammenspiel der einzelnen Aromen. Trotz seines relativ hohen Alkoholanteiles ist er pur oder mit Tonicwater getrunken ein unvergesslicher Trinkgenuss.

Ob man eine charismatische Explosion des Geschmacks oder den Charme der ureigenen Form erlebt, hängt von der jeweiligen Bulldogvariante ab. Bei einer Investition von unter 30 bis unter 60 Euro je nach Bulldog Produkt, können Ginliebhaber den feinen, facettenreichen London Dry Gin mit ausgewogener Exotik genießen. Auch für Ginsammler ist diese pechschwarze Flasche mit dem edlen Inhalt eine Bereicherung

Bildcredit: Bulldog Gin