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Beefeater Gin: Geschichte & Tasting eines typisch englischen Gins

Beefeater Gin: Geschmack & passende Tonic Water
Angebot
Beefeater Gin (1 x 1 l)
  • Herkunft: England
  • Klassischer London Dry Gin
  • Hergestellt von der traditionsreichen Firma Beefeater

Der Beefeater Gin hat nicht nur einen martialischen Namen, sondern auch einige interessante Geschichten zu erzählen. Typisch für England, fast schon Kulturgut möchte man sagen und obendrein noch fruchtig und zugleich scharf im Geschmack.

Herkunft & Geschichte des Beefeaters

Im Jahr 1863 erwarb James Burrough (Apotheker aus London) eine Destillerie in Chelsea, die bisher eher Liköre herstellte, für einen Spottpreis von wenigen 100 Pfund. Ab 1876 wurden bereits mehrere Gins produziert und nach einigem Experimentieren entstand ein besonders spezieller Tropfen, der Beefeater Gin. Dieser wurde schnell ein Verkaufsschlager der Destillerie. Um 1900 legte Burrough das Rezept schriftlich und einheitlich fest, darin werden 9 bestimmte Botanicals als wesentlich beschrieben. Der Grundstein für den vollmundigen und fruchtigen Geschmack und beispielhaft für die spätere London Dry Gin Kategorie.

Das damals festgelegte Rezept und Herstellungsverfahren haben sich bis heute nicht geändert. Tradition pur! Den Namen entnahm Burrough übrigens dem Spitznamen der englischen Towerwächter Beefeater („Fleischesser“). Noch mehr Tradition gefällig? Der Beefeater Gin ist einer der wenigen bekannten Vertreter der London Dry Sparte, die auch heute noch in London produziert werden.

Botanicals & Herstellung

Zu den 12 verwendeten Botanicals, die aus aller Welt kommen, gehören u.a. auch Teeblätter (typisch englisch eben). Ungewöhnlich? Absolut, aber erstaunlicherweise passt diese leichte Bitterkeit ideal zu den anderen Aromen. Zu ihnen zählen:

  • Orangenschalen
  • Angelikawurzel
  • Angelika Samen
  • Iriswurzel
  • chinesischer grüner Tee
  • Mandeln
  • Grapefruit Schale
  • Zironenschale
  • japanischer Sencha Tee
  • Koriander Samen
  • Süßholzwurzel
  • und natürlich Wacholder

Besonderes bei der Produktion des Beefeater 24: Die Botanicals werden für ganze 24 Stunden im Getreidedestillat eingeweicht (sog. steeping). Dadurch werden natürlich besonders viele Aromen schonend und nachhaltig aufgenommen. Hierdurch resultiert auch die 24 im Namen der Premium Version. Bei der anschliessenden Destillation wird der Beefeater auf eine Trinkstärke von 47 % Vol bzw. 40 % Vol gebracht. Beim Beefeater 24 sind es 45 % Vol.

Geruch & Geschmack

In der Nase ist der Beefeater zugleich fruchtig frisch und mit einer leichten Schärfe versehen. Pfeffer und Koriander bleiben hier zurück. Diese wirklich gelungene Kombination fokussiert sich letztendlich sehr stark auf Wacholder. Pur genossen wirkt er trotz der 47 % Vol. mild, ölig und eher süß und fruchtig. Hier bestätigt also der Gaumen das, was die Nase vorher schon wusste.

Im Gin Tonic ist der Beefeater je nach Tonic Water mehr oder weniger dominant. Ein eher kräftiges Tonic kann den Wacholder und fruchtigen Eindruck schnell zerstören und lenkt die Aufmerksamkeit eher auf den Wacholder. Der Beefeater ist allerdings ein echter Allrounder und vermag laut eines Experten Tastings mit Desmond Payne (Master Distiller), Sebastian Hamilton Mudge und Tim Stones auch gut mit einem Schweppes Dry Tonic Water zu harmonieren [1].

Fazit

Der Beefeater Gin ist ein echter Allrounder, passend zu vielen Cocktails wie dem Dry Martini, dem Gin Fizz oder French 75. In der Grundvariante ein bodenständiger Gin für Einsteiger oder als Geschenk ideal geeignet. Der Beefeater 24 ist durch seine noch aufwändigere Herstellung und zusätzlichen Botanicals etwas für echte Genießer. In Sachen Preis-Leistung sind beide Gins einen Kauf wert und gehören im Prinzip zum Standard eines Bartenders. Erhältlich sind diese waschechten Engländer u.a. auf Amazon oder im gut sortierten Supermarkt-Regal.


Quellen
[1] Gintime.com – Wich Tonic Water with Beefeater Gin?
Bildquelle: seriouseats.com

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