Der Finsbury ist tatsächlich einer der ältesten Gins, welcher sich bis 1933 in Besitz der Gründerfamilie befand. Er ist in 2 Versionen erhältlich und wird nach wie vor in traditionellen Pot Stills produziert.

In Deutschland zählt er zu den meistverkauften Gins, doch was ist heute noch von so viel Tradition und Geschichte übrig?

Alles begann um 1740 in England

Joseph Bishop, gründete um 1740 seine Brennerei in London. Dort entwickelte er auch das Ursprungsrezept des Finsbury Gins, welches laut Hersteller bis heute nicht verändert wurde.

Die Brennerei befand sich knapp 100 Jahre in der Ropemaker Street, Ecke Finsbury Street im Norden von London.

Bis 1933 blieb die Destillerie in Familienbesitz, bevor die deutsche Borco GmbH das Unternehmen übernahm.

Heute wird der Finsbury noch immer in England, besser gesagt in Langley, hauptsächlich für den deutschen Markt produziert.

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  • Finsbury Gin ist eine der ältesten unter den weltweit bekannten Gin-Marken. Bereits im Jahr 1740 wurde...

Finsbury vs. Finsbury Platinum

2 Gins die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der klassische Finsbury in der gelb-roten Flasche kommt mit den für einen London Dry typischen Mindestalkoholanteil von 37,5 % Vol. in Glas. Wohingegen die Platinumvariante, eine Premiumversion, satte 47 % Vol. in Nase und Gaumen transportieren möchte.

Tatsächlich kaum erwähnenswert und wenig spannend ist die Grundversion. Jedoch ist diese trotz der Kritik nach wie vor beliebt in der Barszene. Denn der Standard Finsbury eignet sich hervorragend zum mixen von Cocktails, da er kaum untergeht.

Er kann den typischen “Gin-Geschmack” auch beim mixen mit dominanten Zutaten recht souverän verteidigen.

Der Finsbury Platinum hingegen kann, obwohl des günstigen Preises, durchaus im Premiumsegment mitmischen und muss sich vor ebenso namenhaften und zum Teil kostspieligeren Kollegen keineswegs verstecken.

Er wird 6-fach und mit ausgewählten Getreidesorten destilliert, was ihn überraschend weich macht.

Aus diesem Grund konzentrieren wir uns im Test & Tasting des Finsbury ausschließlich auf die lohnenswertere Platinum-Version.

Finsbury Platinum in Nase & Gaumen

Öffnen wir die durchaus edel gestaltete Flasche, verströmt dieser London Dry zunächst wenig bekanntes. Wacholder suchten wir in den uns unterkommenden Aromen vergebens. Vielmehr setzt der Finsbury auf eine recht frische, zitruslastige Struktur.

Auf der Zunge kommen zur Zitrone noch Blüten, Koriander und der so ungeduldig erwartete Wacholder hinzu. Dieser Gin ist extrem trocken, stark auf Zitrone ausgelegt und im Abgang weniger scharf, jedoch umso klassischer, nämlich wacholderlastig.

Der Finsbury Platinum kann pur und auf Eis getrunken werden, wirklich punktet er jedoch in Cocktails und Longdrinks. Ideal passt er zu folgenden Drinks:

passende Tonic Water

Ein Finsbury Gin-Tonic ist grundsätzlich keine schlechte Idee, kann man doch durchaus den zitruslastigen Anteil geschickt betonen.

Um dies zu bewerkstelligen probierten wir ihn mit dem Schweppes Dry Tonic, eine gute Kombination wie sich herausstellte.

Mit dem Goldberg und Thomas Henry Tonic konnten wir ein ebenfalls gutes, wenn auch weniger florales, Ergebnis erzielen.

Hier mögen viele Tonic Wasser funktionieren, mit dem Schweppes Dry wird es jedoch angenehm zitruslastig und mit einem Indian Tonic klassisch-solide.

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Fazit: ein guter Gin muss nicht teuer sein

Muss ein guter Gin 30, 40 oder gar 50 € kosten? Nein! Und den Beweis dafür liefert der 47er Platinum, mit unter 20 € für die 0,7 L Flasche.

Wer auf micro-batch Abfüllung mit handverkorkten, durchnummerierten Flaschen verzichten kann, der holt sich mit diesem Tropfen zwar keinen außergewöhnlichen Exoten in die Hausbar, jedoch erwirbt man einen Gin, der sich vor Größen aus dem Premiumsegment nicht verstecken muss!

Wer ihn haben möchte, wird unter anderem auf Amazon  oder bei Wacholder-Express fündig.

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Bildcredit: Incognito the bar (Facebook)