Ein belgischer Gin auf Alchemiebasis, den man sich je nach Belieben auch noch verfeinern kann. Was sehr skurril klingt, ist in Wahrheit ein ganz nettes Gimmick.

Was es mit dem Copperhead Gin auf sich hat und wie er schmeckt, klären wir in diesem Tasting.

Copperhead The Alchemist's Gin (1 x 0.5 l)
  • Kupferfarbene Flasche
  • Aroma: Zitrusnote, Wacholderbeeren
  • Geschmack: fruchtig, Aprikosennote

Wie der Copperhead Gin entstand

Auf der Suche nach dem Lebenselixier entwickelte Mr. Copperhead, ein Geheimnis-umwobener Alchemist, mehr durch Zufall beim Sinnieren und Probieren mit seiner Kupferbrennblase die Rezeptur für den Copperhead Gin.

Diese große Kupferbrennblase ist legendär und  verhalf ihm zu seiner “Erfindung”.

Der belgische Apotheker Yvan Vindevogel stellte einen London Dry Gin her, dessen Grundlage auf den fünf Pflanzenstoffen beruht, die auch im Gin enthalten sind.

Der Gin wird üblicherweise in einem konservativen Apothekerfläschchen verkauft, welches über eine Umhüllung aus Kupfer verfügt.

Herstellung & Botanicals

Gerade einmal fünf Grundelemente genügen, um diesen belgischen Gin zu produzieren. Dreifach destilliert, wird er in alten kupfernen Pot Stills gebrannt und mit einer Trinkstärke von 40 % Vol. abgefüllt.

Zu den 5 Pflanzenauszügen gehören:

  • Wacholder
  • Koriander
  • Angelikawurzel
  • Orangenschalen
  • Kardamom

Gin in 3 Varianten out of the Box

Der Copperhead Gin ist die Grundlage. Neben diesem Basistropfen, gibt es noch den Copperhead Black Batch Gin. Hier handelt es sich um eine besonders spannende interessante Variante.

Der ursprüngliche Gin wurde zusätzlich mit Holunderbeeren und Ceylon-Tee verfeinert, kombiniert mit Wacholderbeeren, Koriander, Angelika Wurzel, Kardamom und Orangenschalen.

Die Gibson Edition ist Variante 3. The Gibson ist eine Bar in London, welche aufgrund ihres Gibson Martinis ihre Berühmtheit erlangte. Der Gibson Copperhead ist die ideale Grundlage, um den perfekten Martini zu mixen. Vierzehn weitere Botanicals ergeben ein spezielles, auf den Martini abgestimmtes, Aroma.

Als kleinen Bonus und für den Hobby Alchemisten, gibt es da noch die Copperhead Alchemist Box. Die zusätzlichen Fläschchen werden tropfenweise zum Original-Gin hinzugegeben.

Maximal 8 Tropfen versprechen eine Verfeinerung und kleine Geschmacksveränderung des Originalgetränks. Zu viel der Essenzen sind nicht empfehlenswert. Die Essenzen verfügen über einen recht hohen Alkoholgehalt, es ist Vorsicht geboten. Wer sich als Alchemist betätigen will, sollte nicht allzu reichhaltig und enthusiastisch seine Essenzen einsetzen.

Tasting & Nosing

In der Nase sehr angenehm, wenig aufdringlich und sehr würzig. Zitrone und Wacholder kommen dabei klar und deutlich zur Geltung.

Pur verkostet, zeigt der Belgier wieder, was würzig bedeuten kann. Keine Zutat ist hier wirklich übermäßig dominant. Zitrone und Koriander begleiten den Wacholder vielmehr auf seiner aromatischen Reise über Zunge und Gaumen.

Insgesamt ist der Copperhead ein wenige komplexer, klassischer Gin, der minimalistisch auf wenige Grundzutaten setzt, dafür aber mit einer ausgewogen würzigen Gesamtkomposition überzeugen kann. Im Finish bleibt der lang anhaltende Wacholder zurück.

passende Tonic Water & Cocktails

Für einen Gin Tonic haben wir uns für das (vom Hersteller empfohlenen) Fever Tree Mediterranean Tonic Water  und das Indian Tonic von Aqua Monaco entschieden.

Der unauffällige mediterrane Filler betont deutlich, die bereits angesprochenen würzigen Noten. Der Wacholder und die Zitrone bilden einen passenden Gegenpart zum leichten Fever Tree.

Etwas klassischer wurde der Eindruck mit dem Aqua Monaco. Der fruchtige, zitruslastige Charakter dieses Tonic harmonierte gut mit den ebenso zitrischen Tönen des Copperhead.

Müssten wir uns entscheiden, würden wir dem Aqua Monaco einen dünnen Vorsprung geben. Beide Tonic Wasser passten auf ihre Art. Etwas zu schweres, süßes oder kohlensäurelastiges passt hier eher weniger.

Corpse Reviver #2

Ein Drink, der schon viele Jahre auf dem Buckel hat und wie der Name schon sagt, durchaus jeden Toten aufweckt. Für den klassischen Muntermacher benötigen wir:

Copperhead Gin Cocktail mit Sieb und Shaker

Alle Zutaten hart auf Ice shaken und in eine Cocktailschale abseihen. Garniert wird der der Corpse Reviver mit einer Orangenzeste.

Ebenso passt der Copperhead zum fruchtigen Bramble. Seine klassischen Wacholder- und Zitrusnoten komplettieren allerdings auch den Negroni und Martini.

Fazit: mild, würzig & einfach gehalten

Puristen, Fans von klassischen Gins und jene, die es würzig mögen, sind mit dem Copperhead bestens bedient.

Gin Fans, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Aromen oder beeindruckender Komplexität sind, gehen eher leer aus.

Design, Story und Inhalt konnten uns jedoch überzeugen. Für 30 € aufwärts /0,5 L Flasche bekommt man einen klassischen und souveränen London Dry Gin, der pur, aber auch im Gin Tonic Sinn macht.

Erhältlich u.a. auf Amazon  oder in unserem Partnershop Wacholder-Express:

Wacholder Express


 

Bildcredits:

Titelbild: Copperhead Facebook

Cocktail: Photo by Ben Yang on Unsplash