Lebt die Katze oder lebt sie nicht? Diese Frage stellt man sich bei Schrödingers Experiment, welches spätestens seit der Fernsehserie “The Big Bang Theory” den meisten ein Begriff sein sollte.

Daraus ableitend, stellten wir uns die Frage: schmeckt der oder schmeckt er nicht? Nun ganz wie in Schrödingers Experiment hatten wir die Wahl, die Flasche geschlossen zu halten oder sie zu öffnen.

Wir haben uns natürlich für das Öffnen der Flasche entschieden. Wie der London Dry Katzen Gin mit 44 % Vol. letztendlich abgeschnitten hat, ach was reden wir, lest am besten selbst…

Schrödinger's Katzen London Dry Gin (1 x 0.5 L)
  • Ein deutscher Small-Batch London Dry Gin mit 44% vol
  • Insgesamt werden 14 Botanicals verwendet
  • Besonders die Katzenminze aus Frankreich macht diesen Gin so einzigartig

Geschichte des Katzen Gins

Die Geschichte hinter diesem Gin geht auf das Experiment des Österreichischen Physikers und Wissenschaftstheoretikers Erwin Schrödinger zurück.

In seinem Gedankenexperiment sperrt er eine Katze in eine Kiste. Jetzt weiß man nicht, ob die Katze in der Kiste noch lebt oder nicht. Gewissheit hat man erst, wenn man den Karton öffnet und hineinsieht, nur weiß man, ob die Katze lebt oder tod ist, beides gleichzeitig geht nicht.

Erwin Schrödinger Gin

Erwin Schrödinger um 1933 – Quelle nobelprize.org

Gehen wir nun nach Heidelberg ins Jahr 2017. Im Frühjahr trifft sich Petra Spamer-Riether, bekannt als Naturforscherin, Entrepreneurin und Designerin von ausgefallenen, handgearbeiteten Spirituosen, mit ein paar Physikerfreunden zu einem netten Plausch in der Altstadt von Heidelberg.

Man redet über die Stringtheorie, den Doppler-Effekt und die Quantenchromodynamik und zufällig auch über Schrödinger’s Katze. Der Anfang der Idee war geboren.

Im englischen Garten von München diskutiert Petras Tochter, Janina, im Juli 2017 die Idee eines solchen Gins mit ihren Freunden. Die Reaktionen fallen durchweg positiv aus: die Neugierde ist geweckt.

Im Oktober 2017 nimmt das Etikett langsam Gestalt an. Hauptsächlich verantwortlich waren hierbei der Designer Pierre Sima Kunz mit der Zeichnerin Thi Phuong Dung Nguyen. Petra feilte unterdessen an der Rezeptur.

Im März 2018 ist es dann endlich soweit und der Schrödinger’s Katzen Gin erblickt auf der “Destille Berlin” das Licht der Spirituosenwelt.

Botanicals

Wacholder

Wacholder ist die Seele eines jeden guten Gins und sollte auf keine Fall fehlen. Mit seinen 50 bis 70 Arten und ursprünglich als Heilpflanze geltend, findet er neben seinem Weg in die heimischen Küchen der nördlichen Halbkugel auch den Weg ins Glas in Form von Gin.

Der Wacholder für den Schrödinger’s Katzen Gin kommt übrigens aus Mazedonien.

Heidelbeeren

Oft unterschätzt, haben es Heidelbeeren faustdick hinter den Ohren. Am besten sind hier immer noch die wild wachsenden. Mittlerweile kein Geheimtipp mehr, sondern schon als Superfood bekannt, werden sie von immer mehr Ernährungsberatern empfohlen.

Sie “machen den menschlichen Körper glücklich” In Heidelbeeren sind neben viel Vitamin C und E auch Anthocyane enthalten. Diese gelten als entzündungshemmend, sollen die Hautalterung bremsen und nebenbei auch noch gegen Krebs und Arteriosklerose wirken. So viele gute Sachen auf einmal. Also rein damit in diesen feinen Tropfen. Handgepflückt kommen sie aus dem Odenwald.

Zitronenthymian

Ebenfalls als Gewürz- und Heilpflanze bekannt, wurde er bereits im 4. Jhd. v. Chr. von Hippokrates bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Die vielfältig enthaltenen ätherischen Öle bringen intensive und frische Zitrusnoten mit.

Der Zitronenthymian weist einen sehr betörenden Duft auf und eine sanfte, beruhigende Wirkung. Einen netten Nebeneffekt bringt das bis zu 60 % enthaltende Geraniol mit sich, denn es wirkt keimtötend. Also bei Erkältung erstmal einen Schrödinger’s Katzen Gin ;)

Kubebenpfeffer

2016 in  Deutschland zu Heilpflanze des Jahres auserwählt, bringt dieser aus Indonesien stammende Pfeffer vielfältige Aromen mit sich. Er ist pikant-belebend, bringt dabei jedoch nicht viel Schärfe mit sich. Eine leichte Bitternote, gepaart mit Eukalyptusaromen aus den ätherischen Ölen kommen hier zum Vorschein.

Kubebenpfeffer soll gegen Kopfschmerzen und bei Verschleimungen helfen und erhöht nebenbei auch noch unsere kognitive Leistung. Darüber hinaus wirkt er auch gegen Schwindel und als Aphrodisiakum. Wobei sich uns der Zusammenhang zwischen Gin und Schwindel nicht ganz erschließt. ;)

Katzenminze

Zu guter letzt kommen wir zum heimlichen Star in dieser Mischung und Mitverantwortlichen für die Namensgebung. Die Katzenminze wirkt wie eine Genussdroge und verändert unsere Gemütslage positiv, entspannt, ja sogar leicht euphorisierend.

Jedenfalls soll diese Staude mit ihrem feinen zitronig-minzigen Geruch die Reizbarkeit und Nervosität verringern. Ein perfekter Gin also nach einem stressigen Arbeitstag.

Alles weitere bleibt ist und bleibt natürlich Betriebsgeheimnis.

Tasting & Nosing

Nachdem wir uns so intensiv um die Hauptzutaten gekümmert haben, wollen wir nun endlich wissen, ob die Katze lebt, also ob der Gin schmeckt und entsprechend riecht, naja ihr wisst schon was wir meinen.

In der Nase gibt zunächst der Wacholder mit einer angenehmen Würze den Ton an. Außerdem nehmen wir Zitrusnoten mit einer minzigen Frische wahr.

Lässt man die Aromen eine kleine Weile wirken, so ergeben sie ein perfektes Zusammenspiel, bei dem jedoch der Wacholder leicht die Oberhand behält.

Herb und würzig sind die ersten beiden Adjektive, die uns in den Sinn kommen, wenn wir den Schrödinger’s Katzen Gin an unserem Gaumen wirken lassen. Wacholder können wir klar wahrnehmen, er ist jedoch nicht ganz so dominant, wie in der Nase.

Der Gin schmeckt angenehm frisch und bringt eine erfrischende Kühle mit sich. Die Verwendung der Minze kommt hier voll und ganz zum Tragen. Aber auch der Zitronenthymian steuert seine Zitrusnoten bei.

Alles in allem eine sehr gute, runde und kräftige Komposition der verschiedenen Aromen.

passende Tonic Water

Um den ursprünglichen Geschmack dieses Gins nicht zu sehr zu verfälschen, haben wir uns für ein klassisches und mediterranes Tonic Water entschieden.

Für einen köstlichen Gin Tonic empfehlen wir zum einen das Thomas Henry Tonic Water und das altbekannte Fever Tree Mediterranean Tonic Water .

Wer mag, kann aber auch problemlos auf das Fever Tree Indian Tonic Water  zurückgreifen, dieses betont wie auch der Thomas Henry eher die frischen Zitrus- und Minznoten. Ein mediterranes Wasser hebt gerade den würzigen und kräftigen Anteil nochmals hervor.

Angebot

Fazit: ein trockener & maskuliner London Dry

Auch wenn das Storytelling heutzutage bei so manchem Gin überhand nimmt, so ist doch die Idee hinter diesem London Dry durchaus passend und stimmig.

Mit dem Schrödinger’s Katzen Gin haben wir einen komplexen, kräftigen und würzigen Tropfen im Glas, dessen herbale Noten sich gut in die Minzanklänge bei mittelstark ausgeprägten Wacholder einfügen.

Kenner & Liebhaber von trockenen und kräftigen Destillaten mögen hier voll auf ihre Kosten kommen. Mit knapp 35 € für den halben Liter, reiht sich der Katzen Gin im Mittelfeld der Premiumklasse ein.

Erhältlich ist er u.a. auf Amazon  oder in unserem Partnershop Wacholder-Express:

Wacholder Express


Bildcredit: Heidelberg Spirits / Schrödinger’s Katzen Gin

 

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Bei diesem Produkttest handelt es sich um Probierflaschen, die uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt wurden.

Die Bewertung der Produkte erfolgt nach eigenem Ermessen – die Produktproben haben keine Auswirkung auf unsere persönliche Bewertung und Meinung!