Dry Gins/ Destilled Gins Gin-Sorten

Breaks Gin: Tasting des Premium Dry Gins aus der Fächerstadt Karlsruhe

Breaks Gin Test & Tasting des Fächerstadt Gins

Der Breaks Gin ist ein deutscher, in vielen einzelnen Produktionsschritten in traditioneller Handarbeit hergestellter Premium Dry Gin. Mit seinem frischen, außergewöhnlichen Geschmack sorgt dieser Gin für Abwechselung auf dem Ginmarkt.

Dass dies so ist, zeigen auch diverse Auszeichnungen, wie die Gold- und Silbermedaille des World Spirits Award des Jahres 2017.

zuletzt aktualisiert am 07.01.2019

Vom Schallplattenladen zu Großvaters Leidenschaft

Die Geschichte des Breaks Fächerstadt Gins, wie der Wacholdertropfen aus Karlsruhe auch genannt wird, beginnt schon einige Jahrzehnte vor dem Erscheinen der ersten Flasche auf dem Markt im Jahre 2015. Da der Großvater des Machers Harald Reinholz leidenschaftlicher Schnapsbrenner war, wurde bei Reinholz beim Zusehen des Großvaters beim Destillieren schon in der Kindheit die Leidenschaft zum Brennen geweckt.

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Inspiriert von ihm, reifte bei Harald Reinholz die Idee, einen eigenen Gin zu kreieren. Er sollte bekömmlich, leicht und mild sowie ausgewogen sein.

Im Jahre 2014 begann er, erste Rezepturen zu erstellen und Brennversuche zu starten. Ein Jahr später stand dann die perfekte Rezeptur fest und es wurde in der Breaks Spirituosen GmbH & Co. KG in der baden-württembergischen Stadt Karlsruhe, in der Reinholz Geschäftsführer ist, begonnen zu brennen.

Die erste Flasche Breaks Dry Gin konnte er dann im Jahre 2015 präsentieren. Heute können sich Ginliebhaber über sieben verschiedene Breaks Dry Gin Varianten sowie über eine fassgereifte Variante freuen.

Als Namensgeber diente das Label „Breaks“, das Reinholz schon begleitete, als er noch Inhaber des „Breaks Records“ Schallplattenladens war. Da lag es nahe, dass sein Gin ebenfalls diesen Namen erhielt.

Die Herstellung des Breaks

Alle Produktionsschritte, angefangen von der Verlesung der Zutaten bis hin zur Abfüllung und Etikettierung der elegant gestalteten Flaschen, werden per Hand vorgenommen und kontrolliert. Es werden ausschließlich frische Zutaten aus biologischem Anbau verwendet. Bei der Herstellung des Fächerstadt Gins kommt das London Dry Verfahren zum Einsatz.

Hierbei werden die 15 handverlesenen Botanicals zunächst in neutralem Alkohol landwirtschaftlichen Ursprungs für mindestens drei Tage mazeriert, also eingelegt. Erst danach wird alles in einer eigenen Kupferbrennblase mehrfach schonend destilliert und durch Beimischen von Trinkwasser auf die gewünschte Trinkstärke gebracht.

Das Resultat ist ein außergewöhnlicher Gin, der nun in die ebenso außergewöhnlichen Flaschen mit einem Fassungsvermögen von einem halben Liter oder von fünfzig Millilitern abgefüllt werden kann. Abschließend werden die Flaschen per Hand etikettiert, signiert und mit der Chargen- und Flaschennummer versehen.

Um das Geschmackserlebnis noch zu intensivieren, entschied sich der Macher Reinholz, den Premium Gin auch in Eichenfässern für mehrere Monate zu lagern. Dieser Gin kommt mit einer goldenen Farbe als 45-prozentiger Breaks Reserve Dry Gin, auch „Goldener Junge“ genannt, als Limited Edition in einer Charge von 150 Flaschen auf den Markt.

Ein Gin – jede Menge Varianten…

Erhältlich ist der Breaks als 42-prozentiger „Premium Dry Gin“, als fassgereifter „Breaks Reserve Dry Gin“ mit einem Alkoholanteil von 45 Prozent, als Sonderedition „Butchers Breaks 25 Gin“ mit 42 Prozent Alkoholanteil, als 42-prozentiger „Cannabis Breaks Gin“ Sonderedition, als 42-prozentiger Gin der Breaks Kunstedition „Feuer“, „Wasser“, „Erde“ oder „Luft“.

verwendete Botanicals: das ist drin

Das frische, feine Aroma erhält der Breaks Gin durch die folgenden Botanicals:

  • Wacholderbeeren
  • Koriander
  • Kardamom
  • Fenchel
  • Kubebenpfeffer
  • Orangenblüten
  • Zimtblüten
  • Zitronenschale
  • Kamille
  • Ingwer
  • Lavendel
  • Süßholz
  • Anis und
  • Lerchennadeln

Besondere Botanicals werden neben den anderen beispielsweise bei den Sondereditionen verwendet.

So wird bei dem „Cannabis Gin“ schon bei der Mazeration die komplette Hanfpflanze mit eingelegt. Timut-Pfeffer und Tausendgüldenkraut geben diesem Gin den letzten Schliff.

Bei dem Butcher Breaks 25 Gin handelt es sich um das Ergebnis der einzigartigen Kooperation zwischen dem Destillateur Harald Reinholz und dem Fleischsommelier Heiko Brath. Für diesen Gin werden die 25 Botanicals verwendet, wie sie auch Brath in der Wurstherstellung verwendet, unter anderem Kümmel, Thymian, Majoran. Außerdem muss sich dieser Gin einer vierwöchigen Reifezeit unterziehen.

Die Gin Kunstedition von Breaks umfasst die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Bei der Variante „Feuer“ werden die Botanicals Kubebenpfeffer, Kardamom, Koriander, Tonkabohnen, Zimt und Chili verwendet.

Für Gin des Elementes „Wasser“ sind es neben frischen Wacholderbeeren die Botanicals Zitronengras, Basilikum und Lindenblüten.

Der Gin „Erde“ erhält seinen Geschmack durch die Botanicals Wacholder, Rosmarin, Thymian, Koriander und Pekanusskerne.

Damit der Gin „Luft“ seinen eigenen Geschmack erhält, werden die Botanicals Wacholder, Lavendel, Orangenblüten, Rosmarin und Minze verwendet.

Breaks – Tasting & Nosing

In der Nase präsentiert sich die Grundvariante in einer angenehmen Wacholdernote, die im Nachhall von einem Hauch Zitrone begleitet wird. Auch zarte Noten von Koriander und Fenchel sind zu erkennen. Der Duft stellt sich als ein rundes, komplexes Bouquet dar, bei dem die Milde des Gins und kaum Alkohol zu spüren sind.

Auf der Zunge macht sich der Wacholder deutlich bemerkbar. Ergänzt wird dieses klassische Feeling durch milde, florale Noten aus Lavendel, Kamille und Zitrus. Sehr schön ergänzt wird dieses Aroma durch würzige Töne des Fenchel, Anis, nadeligen Anklängen und angenehm scharfem Ingwer.

Auch beim mittellangen Abgang bleibt dieses Geschmackserlebnis am Gaumen erhalten. Obwohl der Alkoholgehalt bei 42 Prozent liegt, ist der Gin ein relativ milder und sanfter Tropfen. Würzig, fruchtig und mit einer leichten aber angenehmen Schärfe versehen.

Breaks Gin Tonic

Auch für Longdrinks, wie Gin Tonic, und Cocktails ist der Breaks Gin hervorragend geeignet.

Von uns empfohlen und getestet: Thomas Henry Tonic Water, Fever Tree und 1724 Tonicwater.

Dabei ergab das einfache Fever Tree Tonic das für uns beste Ergebnis. Ein bodenständiger, schnörkelloser, wacholderlastiger Drink mit genügend Spielraum für die fruchtigen, würzigen und floralen Noten des Breaks.

Nicht das ein 1724 oder Thomas Henrys nicht auch zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben – ein überzeugendes “Wow” gabs allerdings mit dem Fieberbaum-Wasser.

Breaks Gin Tonic

Breaks Gin Tonic mit Fever Tree – Bildrechte: Breaks Gin

Design & Aufmachung

Wie auch der Dry Gin beeindruckt das Design der bauchigen Flasche aus durchsichtigem Glas. Sie ist mit einem Aufdruck versehen, der die einzelnen Botanicals, die bei der Herstellung zur Anwendung kamen, darstellt.

Auf dem Etikett der Vorderseite, das in den Farben Schwarz und Türkis gestaltet wurde, wird von dem stehenden Löwen, der zum Land Baden-Württemberg gehört wie das Salz in der Suppe, gekrönt. Darunter befinden sich in Großbuchstaben der Produktnamen, der Ort der Herstellung Fächerstadt Karlsruhe und der Aufdruck „Handcrafted“.

Als Verschluss wird ein Kunststoffkorken verwendet. Bei den Produkten der Sonder- und Kunsteditionen sind auf der schwarzen Banderole des Flaschenhalses neben der Aufschrift „Breaks Dry Gin“ die per Hand aufgebrachten Nummern der Charge und der Flasche zu finden.

Die Rückseite ziert ein siegelähnliches Etikett mit dem stehenden Löwen, der Information „Destilled & Boggled in Germany“ und der Homepage des Herstellers www.breaks-gin.com.

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  • 11 Botanicals
  • Geschmack: Hanfsamen, Hanfkörner, Wacholder, Koriander
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Fazit: ein Gin für viele Geschmäcker

Der von Hand gefertigte, klassische London Dry Gin präsentiert sich mit einem sehr schönen, vollen Wacholderaroma, das dank der ungewöhnlichen Zusammenstellung der Botanicals von einer milden fruchtigen und dennoch würzigen Note flankiert wird.

Zu kritisieren gibt es wenig, sein komplexes Profil deckt viele Vorlieben ab, Fans von wirklich kräftigen, dominanten Gins mögen hier am besten zum Breaks Reserve oder der Version “Feuer” greifen.

Er ist nicht nur pur getrunken ein Genuss, sondern auch als Cocktail- oder Longdrinkzutat bestens geeignet. Ginliebhaber und Ginsammler können sich bei einer Investition von knapp 30 Euro pro 0,5 L in der Grundversion, mit einem außergewöhnlichen, milden Gin verwöhnen.