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The Duke Rough Gin im Tasting: unverfälschter Geschmack aus Bayern

Test & Tasting des The Duke Rough Gin

The Duke Rough Gin – Weniger ist mehr

Bereits seit 2008 stellt die deutsche Brennerei The Duke aus Aschheim bei München Gin her und zählt damit hierzulande zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Neben dem klassischen Munich Dry Gin, dessen bekannter Geschmack sich aus dreizehn Botanicals zusammensetzt, gibt es nun auch eine Abfüllung, die sich stärker auf die Hauptzutat, den Wacholder, konzentriert. Zu erkennen ist sie an dem auffälligen roten Spruchband, welches die Flaschen ziert. Vorhang auf für den Duke Rough Gin.

Was ist drin? – Die Zutaten

Nur fünf Botanicals haben ihren Weg in den The Duke Rough Gin gefunden. Neben den üblichen Zutaten, Hopfen und Malz, enthält der Tropfen die charakteristischen Wacholderbeeren, sowie etwas Koriander aus Fernost und Orangenschale aus dem Mittelmeerraum. Alle Botanicals stammen, wie bei The Duke Gin üblich, aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Prinzip dahinter wird vom Hersteller als “totale Reduktion” bezeichnet und hat das besondere Vortreten der herben und fruchtigen Wacholdernote als Ziel und das schmeckt man.

Mazeration & Destillation – Die Herstellung

Um die begehrten Aromen aus den Kräutern und Gewürzen zu extrahieren, werden diese über Nacht in einem Gemisch aus Alkohol und Wasser eingelegt. Die so gewonnene Flüssigkeit wird dann zweifach in einer kupfernen Destille nach dem Raubrand-Feinbrand-Verfahren destilliert und anschließend zweimal filtriert. Danach wird dem Destillat Wasser zugesetzt und das Gemisch dann über 4-6 Wochen gelagert. Erst dann ist der The Duke Rough fertig und kann mit 42 % Vol. (etwas weniger als beim Munich Dry Gin) abgefüllt werden.

Sanfter als sein Name – Der Geschmack

Der Duke Rough Gin ist nicht so rau, wie sein Name vielleicht vermuten lassen mag. Stattdessen finden sich im Aroma die zart-fruchtigen Noten der Wacholderbeere ebenso wieder, wie leichte Anklänge von Citrusfrucht. In der Nase bemerkt man die interessante Verbindung aus Wacholder und malzigen Noten. Diese Komposition wird von fruchtigen Aromen abgelöst, kräftig aber angenehm vertraut präsentiert er sich im Nosing.

Der Geschmack ist recht mild, allerdings wenig komplex. Wer Wacholder mag, der kommt hier voll auf seine Kosten, denn dessen Geschmack steht natürlich im Mittelpunkt. Eine leichte Schärfe am Gaumen, purer Wacholder und das für den Duke typische Hopfenaroma. Im Abgang nimmt man zusätzlich florale und blumige Noten wahr. Kurzum: Ein geradliniger Gin, der dennoch nicht langweilig wird und gewollt auf das wesentliche reduziert wurde.

The Duke Rough Gin (1 x 0.7 l)
  • THE DUKE Rough Gin ist die totale Reduktion auf fünf Botanicals: Wacholder, Koriander, Orangenschale,...
  • Viel Charakter, wenig Ablenkung: Die neue Gin Kreation von THE DUKE konzentriert sich im Geschmack auf...
  • Mit 42% hat der THE DUKE Rough Gin eine Nuance weniger als Alkoholvolumen als der klassische THE DUKE...

passende Tonic Water

Das malzige Hopfenaroma setzt sich in einigen bekannten Tonics spürbar durch. Von uns getestet mit dem Thomas Henrys, Fever Tree Tonic und dem Schweppes Dry Tonic Water. Im Schweppes Dry Tonic, ging der Duke Rough etwas unter. Mit dem klassischen Henrys oder Fever Tree  macht man in jedem Fall nichts falsch. Ebenso vorstellbar ist das Tonic von Goldberg.

Fazit

Mit ca. 25 € für eine 0,7 l Flasche ist der The Duke Rough Gin preislich relativ niedrig angesiedelt. Dafür bekommt man ein kompromissloses Getränk, welches sich auf die Ursprünge des Gin besinnt und garantiert niemanden überfordert. Auf jeden Fall ist der The Duke Rough eine schöne Erweiterung des Sortiments der deutschen Kult-Brennerei aus Bayern.


Bildcredit: The Duke Munich Dry Gin