Denkt man an Griechenland, so kommt einem im Bezug auf Spirituosen zuerst einmal Ouzo in den Sinn. An Gin denkt da niemand. Aber Griechenland kann mehr als nur Ouzo. Seine wunderschönen Landschaften und das mediterrane Klima bieten eine Menge Botanicals, welche sich in einem wunderbaren Aroma wiederspiegeln.

Traditionell doppelt gebrannt ist der Grace Gin mit seinen 47,5 % zwar wuchtig, aber spiegelt sich das auch in seinem Charakter wieder?

Mit den Göttern zum Gin

Aglaia, Euphrosyne und Thalia. Schon von denen gehört? Nein? Wir bisher auch nicht. Aber es sind die 3 Grazien, die Übersetzung von Grace. In der Griechischen Mythologie stehen sie für die 3 Göttinnen von Glanz, Freude und Glück.

Diese Attribute sollen sich im Grace Gin wiederfinden, welcher, nebenbei bemerkt, ebenfalls von 3 Powerfrauen hergestellt wird. Zwei von ihnen sind schon in zweiter Generation im Destillationshandwerk unterwegs. Die Dritte im Bunde bringt den spirituellen Charakter mit und kann sowohl reichhaltiges Wissen als auch Erfahrung in der Getränkeindustrie vorweißen.

Grace Gin - Handcrafted Botanical Gin aus Griechenland (1 x...
  • Farbe- Klar.
  • Nase- Blumig, Wacholder, Noten von Kräutern, Gewürze.
  • Geschmack- Frisch, harmonisch, Noten von Wacholder, Blumen, Kräuter, Zitronen.

Herstellung & Botanicals

Neben typischen griechischen Aromen wie Schinus (Pfefferbaum), Myrte, Meerfenchel und Orangenblüten, finden sich auch noch eine Vielzahl weiterer Pflanzenauszüge in diesem Gin. Dazu zählen:

  • Wacholder
  • Angelikawurzel
  • Iriswurzel
  • Orangen- und Zitronenschale
  • Kardamom
  • Mastik (Muskatblüten)
  • Kassie
  • Koriander
  • Roter Pfeffer

Statt allerdings wie die meisten Gins auf Getreidebasis produziert zu werden, setzt der Grieche auf Trauben als Grundlage.

Mehr als 1 Jahr ging ins Land, in dem die drei Grazien geforscht und verschiedene Rezepte ausprobiert haben, um die passende Extraktionsmethode und die zu verwendenden Botanicals zu finden.

Den Startschuss legt eine kontinuierliche Destillation, um den Grundbrand zu aromatisieren, bestehend aus den pflanzlichen Stoffen Wacholderbeeren, Angelikawurzel, Zitronen- und Orangenschalen, Kardamom, Koriander und Kassia-Rinde.

Daran anschließend wird das Herzstück der Destillation unter größter Sorgfalt ausgewählt. Hier kommt eine Dampfinjektionsmethode zum Einsatz, wie sie auch bei der Herstellung von ätherischen Ölen Verwendung findet.

Zusätzlich zu den Grundzutaten werden Schinos, Myrtenblätter und Orangenblüten aus Evia hinzugefügt. Diese lassen sich wunderbar mit Critamos aus Kreta und rotem Pfeffer kombinieren.

Um die Aromen des fertigen Destillats noch besser zur Geltung kommen zu lassen, wurde eine sanfte und leichte Filtermethode verwendet. Anschließend wird in 700 ml Flaschen abgefüllt, welche von den 3 Grazien aus der Griechischen Mythologie verziert werden.

Tasting & Nosing

Neben dem dominanten Wacholder, nehmen wir angenehme und milde florale Nuancen wahr. In der Nase zeigt sich der Grace würzig, blumig und fruchtig.

Pur verkostet kommt der Wacholder ebenfalls sehr deutlich zum Tragen. Orangen- und Zitronenaromen paaren sich hier mit Kräutern und einem frischen blumigen, leicht erdigen und holzigen Touch.

Durch die Traubenbasis entsteht ein enorm fruchtiges Gesamtkonstrukt, auf welches sich herbale und milde, florale Noten setzen. Fenchel, Myrte und Koriander lassen sich erahnen.

Im Abgang ist der Grace Gin angenehm unauffällig und hinterlässt neben dem Wacholder einen frischen und fruchtigen Gesamteindruck.

passende Tonic Water & Cocktails

Ideal passend zu einem Gin aus dem Mittelmeerraum, ist hier auch ein mediterranes Tonic. Wir haben den Grace Gin mit der mediterranen Variante des Fever Tree Tonic Water und einem Indian Tonic von Thomas Henry probiert.

Grace Gin Tonic mit Fever Tree mediterranean

Bildcredit: Christina Spithoven-Schenk

Beide Versionen gefielen: mit dem mediterranen Fever Tree werden gerade die blumigen und kräuterlastigen Aromen betont. Der geringe Kohlensäureanteil lässt zudem viel Spielraum für die zurückhaltenderen Nuancen.

Mit dem Thomas Henry als Filler, entlockten wir dem griechischen Gin seine Fruchtigkeit. Zitrone und Orange standen hier mit dem Wacholder im Vordergrund – ein klassisch fruchtiger Gin Tonic.

Für den perfect serve wird dieser Gin am besten mit einer Orangenzeste garniert und in einer lauen Sommernacht genossen.

Ob nun als klassischer Gin-Tonic oder als Cocktail, der Grace Gin bietet eine relativ große Auswahl. Wie wäre es aber einmal mit Orangenmarmelade? Wie? Na, so:

  • 5 cl Grace Gin
  • 3 cl Mandarinensaft
  • 1 cl Limettensaft
  • 1 EL Orangenmarmelade
  • 1 cl Triple Sec
  • 1 cl Sirup

Alle Zuaten werden hart auf Eis geshaked und anschließend in eine Cocktailschale abgeseiht.

Fazit: floral trifft auf würzig mediterran

Der Grace Gin kann durchaus mit den bekannten und beliebten mediterranen Gins konkurieren. Schön ist die Kombination aus klassischem Wacholder und Zitrone mit floralen und fruchtigen Noten, untermalt von einem, für den Mittelmeerraum typischen, würzig-floralen Charakter.

Einen enorm hohen Wiedererkennungswert hat der Grace Gin nicht und auch wirkliche Ecken und Kanten könnte man vermissen (wenn man denn wollte). Dennoch kommt der Wacholder sowohl in der Nase, als auch auf der Zunge gut zur Geltung. Geeignet für Fans von eher milden, klassischen und herbalen Tropfen.

Erhältlich ist der Grace u.a. auf Amazon  und im Partnershop von Wacholder-Express:

Wacholder Express