Ein recht junger Trend, dem man sich jedoch mit steigendem Umweltbewusstsein und einer Portion Eigenverantwortung nicht entziehen sollte.

Die Rede ist von “umweltfreundlichen Drinks“, denn Plastik gibt es genug, besser gesagt zu viel. Wir haben uns dabei einmal etliche plastikfreie Strohhalme angesehen und die Vor- und Nachteile hinterfragt.

Papier, Bambus oder Glasstrohhalme?

Wer die Wahl hat… Uns erstaunte die Fülle an Alternativen und vor allem die Kreativität mancher Unternehmen, etwas biologisch abbaubares bzw. umweltfreundliches in Trinkhalmform zu entwickeln. Bei unserer Suche stießen wir u.a. auf:

  • Bambus
  • Papier
  • Glas
  • Edelstahl
  • Stroh
  • Trinkhalme aus Nudeln

Die alten Sumerer wären stolz, denn dieses Volk soll, bereits 3000 v.Chr. mit Trinkhalmen aus Stroh experimentiert haben. Im Jahr 1888 gab es dann den modernen Durchbruch: Marvin C. Stein, ein Theologe und Erfinder aus Amerika, erfand die ersten Papiertrinkhalme.

 

Wiederverwendbar vs. Bio pur

Denn im Prinzip unterscheiden sich die auf dem Markt erhältlichen Alternativen nur in diesen 2 Eigenschaften. Holz, Bambus, Glas und Edelstahl lassen sich reinigen und im Prinzip immer wieder verwenden.

Makkaroni- und Papiertrinkstäbchen hingegen bauen sich am schnellsten ab, sind jedoch eher für die einmalige Verwendung geeignet.

Cocktail in einem Highball Glas mit Trinkhalm aus Papier

Aber schauen wir uns einmal 5 der etlichen Varianten etwas genauer an:

plastikfreie Trinkhalme im Vergleich

 

Trinkhalme aus Edelstahl

In den meisten Tests landen diese äußerst widerstandsfähigen Halme auf Platz 1. Für den Gin Tonic oder diverse Cocktails ideal, bei purem Wasser jedoch mit leicht metallischem Geschmack behaftet. Im Normalfall sind sie spülmaschinenfest und bringen, wie in diesem Beispiel, eine Reinigungsbürste mit:

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  • LIEVD – Wiederverwendbar der Umwelt zur Liebe. Reguläre Plastikstrohhalme werden oft nur wenige...
  • Edelstahl der Gesundheit zur Liebe. Reguläre Plastikstrohhalme enthalten Weichmacher und machen krank....
  • 100% plastikfreie Reinigung. Die Strohhalme können einfach in der Spülmaschine gereinigt werden....

die Alternative aus Glas

Ebenso ökologisch und nachhaltig jedoch ohne den metallischen Geschmack bei neutralen Flüssigkeiten. MELLIEX 16 Stück Glas Strohhalm Wiederverwendbar Strohhalme...  sind im Prinzip genauso leicht zu reinigen, spülmaschinenfest und immer wieder verwendbar.

Nachteil hier: sie sind nicht bruchfest. Stabil ja, aber gerade jene Gin-Liebhaber die gern auf dem Strohhalm rumkauen, sollten hier Abstand nehmen.

Bambusstrohhalme

Bambustrinkhalme sind kompostierbar und können gereinigt werden. Zwar ist die Oberfläche recht rau, jedoch ist auch diese umweltfreundliche Alternative mehrfach verwendbar.

Nicht unbedingt für die Spülmaschine, aber oft mit einer Reinigungsbürste im Lieferumfang. Stabil, schick und voll im Trend:

Panbar Strohhalme aus 100% Bambus Trinkhalme nachhaltig &...
  • QUALITÄT - Panbar Trinkhalme sind bruchfest & mehrfach verwendbar. Jeder Panbar Trinkhalm wird vor dem...
  • GESUNDHEIT - Strohhalme aus Plastik enthalten die gesundheitsschädliche Chemikalie BPA und können...
  • NACHHALTIG - Panbar Trinkhalme sind biologisch abbaubar und tragen keinen Schaden für unsere geliebte...

der Klassiker: Papiertrinkhalme

Simpel, günstig und biologisch zügig abbaubar. Da hätten wir schon die Vorzüge, denn der gute alte Papiertrinkhalm lässt sich leider nur einmalig verwenden, ist nicht unbedingt geschmacksneutral und kommt nicht selten in einer Plastikverpackung daher.

Aber genug geschmäht, besser als Plastik ist dieser Klassiker alle mal, auch wenn er gern mal auf den Lippen kleben bleibt.

Verbot ab 2021

Der Idee und diesen Alternativen zu Gute, kommt der Beschluss des Europaparlaments:

Ab 2021 sollen in allen EU-Mitgliedsstaaten gewisse Plastikprodukte (u.a. Strohhalme, Plastikgeschirr, Essenverpackungen) verboten werden.

Gut so! Denn in Deutschland werden pro Jahr bis zu 40, ja 40 Milliarden Trinkhalme verbraucht und dementsprechend entsorgt. Diese Strohhalme benötigen mal eben 500 Jahre um sich vollständig zu zersetzen und belasten bis dahin enorm die Umwelt.

Jetzt stellt sich also nur noch die Frage nach den eigenen Vorlieben: Bambus, Glas oder Edelstahl?